A8 Saarlouis Richtung Luxemburg AS Merzig-Schwemlingen Gefahr durch Gegenstände auf der Fahrbahn rote Plane (12:03)

A8

Priorität: Sehr dringend

24°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
24°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Sachschaden: Polizei jagt Homburger Kabeldiebe

Homburg. Sie wollen vermutlich einen „schnellen Euro“ machen und hinterlassen immense Schäden. Die Rede ist von Kabeldieben, die immer häufiger zuschlagen. Ob landes- oder bundesweit, die Kabeldiebstähle seien sehr stark angestiegen, sagt Dieter Schwan, Pressesprecher der Bundespolizeiinspektion Bexbach. „Das ist schon eine richtig heftige Sache“, betont er.

Auch in Homburg waren sie unterwegs, aktuell in der Nacht von vergangenem Sonntag auf Montag an der Bahnbaustelle in Bruchhof-Sanddorf. Sechs Kabeltrommeln haben sie hier gestohlen „aus einem Baucontainer“, und auch 640 Meter Flexkabel, ein Stromkabel mit fünf Kupferkernen, samt 40 schweren Kuppelsteckern haben die Diebe mitgehen lassen. Der reine Kupferwert sei vermutlich bei 250 beziehungsweise 600 Euro anzusiedeln, informiert Schwan vor Ort. Der Sachschaden liegt bedeutend höher, schätzungsweise bei etwa 5000 Euro. „Das war alles schon verbaut“, sagt Schwan. Teilweise müsse neu geschachtet, Kabel wieder besorgt werden. Zu dem finanziellen Verlust bedeute das natürlich auch eine zeitliche Verzögerung.

Es ist nicht der einzige Fall in diesem Monat: Anfang August brachen Unbekannte in das Lager der Stadtwerke Homburg in den Rohrwiesen in Erbach ein. Sie stahlen 3000 Meter Stromkabel, die auf Kabeltrommeln aufgerollt waren und richteten damit einen Schaden im fünfstelligen Bereich an. Das Unternehmen wollte ab da das Lager rund um die Uhr überwachen. Es ist das Kupfer, das die Kabel so begehrt macht. Runde fünf Euro werde pro Kilogramm Kupferdraht gezahlt, erläutert Schwan. Die Diebe schälen das Gestohlene regelrecht, bringen es dann zu Altwarenhändlern. Dabei gingen sie aber auch ein hohes Risiko ein, da Händler Ausweise verlangen müssten. Diese wiederum bleiben auf den Verlusten sitzen, falls sich das Gekaufte als Diebesgut erweise.

Grundsätzlich machen die Täter vor wenig Halt, betroffen seien auch immer wieder die Erdungskabel der Bahn, die von Masten in den Boden reichen. Im ersten Moment habe das keine Auswirkungen, doch wenn zusätzlich die blauen Isolatoren brechen, denn gebe es eine indirekte Gefahr für den Nahbereich, erklärt Schwan. Wegen der vielen Diebstähle sei eine gemeinsame Ermittlungsgruppe der Bundespolizeiinspektion Bexbach und der Landespolizei eingerichtet worden. Dabei sind die Fahnder auch immer wieder erfolgreich. So wurde erst am vergangenen Samstag ein 22-jährigen Osteuropäer ohne festen Wohnsitz in Saarbrücken-Burbach verhaftet. Im Wagen des Mannes fanden die Beamten vier Kabeltrommeln mit Kupferdraht mit einem Gewicht von insgesamt 1,2 Tonnen. Ein Beifahrer konnte entkommen. Und nachdem auf der Bahnstrecke zwischen Neunkirchen und Wellesweiler rund 160 Meter Kupferkabel entwendet worden waren, konnten die zwei Männer im Alter von 31 und 33 Jahren festgenommen werden, als sie Buntmetall verkaufen wollten – nach Zeugenaussagen.

Auf Hilfe aus der Bevölkerung hoffen die Ermittler nun auch in den Homburger Fällen. Sonntagnacht zwischen 21.30 und 22 Uhr sei nämlich ein weißer Lieferwagen, ein Kastenwagen, im Umfeld der Bruchhofer Bahnbaustelle gesehen worden. Es bestehe der Verdacht, dass es eine Schnittstelle zu dem Diebstahl aus dem Lager der Stadtwerke geben könnte, da auch an dieser Stelle ein weißer Lieferwagen eine Rolle gespielt habe, so Schwan. Damals hatten die Täter den zur Straße gelegenen Zaun aufgeschnitten, anschließend die Bleche der Hallenwand aufgetrennt und waren dann mit einem Fahrzeug in die Halle gefahren.

Wer in der Nacht zum Montag etwas beobachtet hat, der sollte sich unbedingt mit der Bundespolizei Bexbach in Verbindung setzen unter Tel. (0?68?26) 52?21?97.

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein