L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

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Sagt Peter Müller 2011 dem Saarland Tschüß?

Von SZ-Redakteur Bernard Bernarding

Saarbrücken/Berlin. Die Tage des saarländischen CDU-Vorsitzenden Peter Müller als Regierungschef sind offenbar gezählt. Nach Informationen unserer Zeitung hat Müller sein Interesse bekundet, Nachfolger des Bundesverfassungsrichters Udo di Fabio zu werden, der im Herbst 2011 aus dem Amt scheidet. Der zuständige Richter-Wahlausschuss in Berlin hat sich mit der Personalie befasst, aber noch keine Entscheidung getroffen. Wie es hieß, hat die SPD, die dem Vorschlag der CDU zustimmen muss, noch internen Klärungsbedarf.

Saar-Regierungssprecherin Marlene Mühe-Martin sprach in einer Stellungnahme von Spekulationen. „Im Augenblick“ stehe dazu keine Entscheidung an. Die Opposition im Saarland forderte Müller auf, „Farbe zu bekennen“. Die Zeit des Versteckspiels sei für Müller nunmehr vorbei, sagte SPD-Chef Heiko Maas. Oskar Lafontaine, früher selbst Ministerpräsident und jetzt Fraktionschef der Linkspartei im Landtag, verlangte von Müller, den Bürgern „reinen Wein“ einzuschenken. Das überschuldete Land brauche „keinen Ministerpräsidenten auf Abruf, sondern eine handlungsfähige Regierung“.

Als Favoritin für die Nachfolge Müllers gilt Arbeits- und Sozialministerin Annegret Kramp-Karrenbauer. Nach Informationen unserer Zeitung denkt auch Innenminister Stephan Toscani über eine Kandidatur nach. Zudem werden CDU-Fraktionschef Klaus Meiser Ambitionen nachgesagt. Alle drei wollten sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt aber nicht dazu äußern. Diese Frage müsse zuerst in den Gremien der CDU beraten werden, ließ Meiser mitteilen. Der 55jährige Jurist Peter Müller ist seit elf Jahren Regierungschef im Saarland. Zwei Legislaturperioden führte er eine CDU-Alleinregierung, nach großen CDU-Verlusten bei der Landtagswahl 2009 schloss er eine „Jamaika“-Koalition mit FDP und Grünen.

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