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Salz soll Touris nach Sulzbach locken

Im Salzbrunnenhaus finden regelmäßig Veranstaltungen statt.

Im Salzbrunnenhaus finden regelmäßig Veranstaltungen statt.

Sulzbach. In der größten Kommune unserer Region dreht sich vieles um Salz. Und das wird auch so bleiben, bestätigt  Heike Kneller- Luck. Als Leiterin der Stabsstelle Zukunft zeichnet sie gemeinsam mit ihrem Team im Rathaus verantwortlich für das Konzept, das der Stadtrat in der letzten Sitzung des vorigen Jahres wohlwollend zur Kenntnis nahm. Darin heißt es einleitend: „In Sulzbach wurde von 1549 bis 1736 Salz gewonnen; dies soll wieder erlebbar beziehungsweise nachvollziehbar dargestellt werden. Das vorhandene Salzbrunnenensemble wird aufgewertet und mit dem Nachbau von historischen Funktionselementen der Salzgewinnung ergänzt. Dies ist das primäre touristische Ziel der Stadt Sulzbach. Das Thema Salz soll in Sulzbach – der historischen Salzstadt – so vermarktet werden, dass sich sowohl die Bürgerinnen und Bürger der Stadt damit identifizieren, aber auch die Menschen im Saarland beim Ortsnamen Sulzbach sofort an Salz denken.“ Allerdings will man sich im Rathaus nicht auf „dem Salz ausruhen“.

Denn: „Die Themen Glas (Glasherstellung, Internationale Glaskunsttage) und Blau (Herstellung von preußischem Blau) sollen die touristische Bedeutung der Stadt noch zusätzlich unterstreichen.“ Im Mittelpunkt des Werbens um Tagestouristen werde jedoch weiterhin das Salzbrunnenensemble stehen. Dieses erfreut sich nach den Worten von Kneller-Luck zunehmender Beliebtheit. So seien zwischen April und September 2012 mehr als 500 Besucher gezählt worden, wobei das Salinenfest nicht in die Zählung eingeflossen sei. Künftig wolle man verstärkt auch Schulklassen an diesem historischen Ort begrüßen. Dazu sei es aber nötig, dass für das Bistro im Salzbrunnen- Carée ein Betreiber gefunden werde, der dann auch Frühstück anbieten müsse. Betreiber ist denn auch ein wichtiges Stichwort. Wie Bürgermeister Michael Adam  betont, fehlt es nicht an der Nachfrage nach Übernachtungsmöglichkeiten und auch nicht an einem potenziellen Investor. Düster sehe es aber aus im Falle eines Hoteliers, der sich hier auskennt oder im besten Falle sogar von hier ist.

Die Kapazitäten in der Salzstadt reichen nach Adams Worten zurzeit nicht aus, ein neues Hotel, gerne auch im City-Center Sulzbach, könne sicherlich ausgelastet werden. Hier erwähnte der Verwaltungschef die Firma Hydac, den TÜV und die Uni als Nachfrager nach Übernachtungsmöglichkeiten für Seminargäste zum Beispiel. Auch das Thema „Gesundheit und Wellness“ steht auf der Agenda der Stabsstelle Zukunft ganz oben. So gibt es die Planung für einen 2,5 Kilometer langen Salzweg in unmittelbarer Nähe des Salzbrunnenhauses. Aus Sicht von Kneller-Luck ist zudem eine Salzgrotte wünschenswert, die zum Beispiel in einem Hotel untergebracht sein könnte. Aber auch Kultur steht in fetten Buchstaben in dem Strategiepapier. Darin wird verwiesen auf: Musiksommer (sieben Veranstaltungen, freitags, vor und während der Sommerferien), Internationale Glaskunsttage (jährlich, letztes Oktoberwochenende), Chanson-Wettbewerb mit Liedermacherpreis „Sulzbacher Salzmühle“ („Le moulin à sel de Sulzbach“) sowie diverse Veranstaltungen der Musikschule Sulzbach-/ Fischbachtal (zum Beispiel Meisterkonzerte). Doch die Tourismusstrategie der Stadt ist weit umfangreicher. Viel Arbeit also weiterhin für die Stabsstelle, die Verwaltung und den Stadtrat bei Umsetzung und Fortschreibung. Wobei die Bürger sich durchaus weiter aktiv beteiligen sollen, wie es zum Beispiel die Vereine beim 1. Historischen Salinenfest gezeigt hätten.
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