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Sanierung: Zur Wandersaison 2014 soll der Schwarzenbergturm wieder offen sein

Nachrichten aus der Region Saarbrücken.

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Saarbrücken. 241 Stufen führen zur Aussichtsplattform des Schwarzenbergturms. Von dort aus konnte man bis November 2011 umgeben vom idyllischen Saarbrücker Stadtwald die Aussicht auf Saarbrücken genießen. Doch seit damals ist der höchste Punkt der Stadt nicht mehr zu erreichen. Treppe und Treppenhaus sind stark beschädigt. Aber nicht nur sie.  Auch die Fassade hat in den vergangenen Jahren stark gelitten: Wind, Frost und Regen haben den Beton abgetragen. Die Mauern sind von Rissen durchzogen. Das Gebäude zerfällt buchstäblich. Herabstürzende Betonbrocken gefährden Spaziergänger in der unmittelbaren Umgebung des Turmes. Deswegen ist er noch immer weiträumig abgesperrt.

Das Gebäudemanagement der Stadt Saarbrücken (GMS) leitet die Sanierung.  2012 wurde der Turm zunächst ausgiebig untersucht.  „Wir warten noch auf die letzten Ergebnisse“, erklärt Ulrike Bandel-Dieudonné, Leiterin des GMS, verspricht aber gleichzeitig: „Wir werden voraussichtlich im Frühsommer mit den Bauarbeiten beginnen.“

Die Sanierung wird aufwendig. Denn die Reparatur der Fassade ist nur möglich, wenn ein Baugerüst rund um den Turm aufgebaut wird.  Bei der Gelegenheit müsse auch gleich der Oberflächenschutz der gesamten Fassade erneuert werden, um den Beton in Zukunft vor der Witterung zu schützen. „Schwierigkeiten bei der Sanierung ergeben sich auch aus der Lage des Turms“, erklärt Simone Koch, die sich beim GMS mit dem Projekt beschäftigt hat: „Die Anfahrt ist schwierig, Wasser- und Stromversorgung sind nicht gegeben.“ Des Weiteren seien die Bauarbeiten stark witterungsabhängig, so dass es immer wieder zu Verzögerungen kommen könne.

So mussten zum Beispiel auch die letzten Untersuchungen immer wieder verschoben werden. „Zur vollständigen Schadensanalyse mussten wir Betonkernbohrungen durchführen , dazu wird Wasser verwendet, das bei Kälte gefrieren kann. Darüber hinaus ist die Anfahrt bei Schnee nicht möglich“, berichtet Koch.
Das Ingenieurbüro „Lehners und Barbian“ war für die Schadensanalyse verantwortlich und hat anhand der Untersuchungsergebnisse einen Kostenplan für die Sanierung erstellt. 310?000 Euro wird die Sanierung die Stadt voraussichtlich kosten.

Doch Bandel-Dieudonné betont, dass die Sanierung des Turms dringend nötig sei: „Das Schadensbild würde sich sonst in relativ kurzer Zeit vervielfachen. Die einzige Alternative wäre eine Abtragung des Gebäudes, was aber mindestens genau so hohe Kosten verursachen würde, wie die Sanierung.“ Natürlich wolle man auch den Freizeitwert des beliebten Ausflugziels erhalten. Außerdem habe das denkmalgeschützte Bauwerk einen historischen Wert. Der Turm wurde 1930 vom Verschönerungsverein St. Johann errichtet. Im Zweiten Weltkrieg kam er mit leichten Schäden davon. Seit den 50er Jahren wird er zu Funkzwecken benutzt.
Zur Saison 2014 – so versichert das GMS – soll er wieder eröffnet werden. 
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