A1 Saarbrücken Richtung Trier Zwischen AS Tholey-Hasborn und AS Nonnweiler-Primstal Gefahr durch defekten LKW, rechter Fahrstreifen blockiert (10:25)

A1

Priorität: Sehr dringend

2°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
2°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Sanierung: Zwei Radspuren für Saarbrücker Wilhelm-Heinrich-Brücke

Die künftige Aufteilung der Fahrspuren auf der Wilhelm-Heinrich-Brücke war im Stadtrat umstritten.

Die künftige Aufteilung der Fahrspuren auf der Wilhelm-Heinrich-Brücke war im Stadtrat umstritten.

Nach der Sanierung der Wilhelm-Heinrich- Brücke wird es dort zwei Radspuren geben – und zwar auf jeder Seite jeweils eine zwischen den Geradeaus- und Rechtsabbiegespuren für die Autofahrer. Das hat der Stadtrat gestern in seiner ersten Sitzung nach der Kommunalwahl beschlossen.

Zunächst wird aber für ein Jahr getestet, ob sich Autofahrer und Radler in die Quere kommen oder nicht. Die Radfahrer können nun auch auf der Straße fahren, weil die Spuren für die Autos auf jeder Seite von vier auf drei reduziert werden. Trotzdem soll der Verkehr weiter zügig fließen, verspricht die Stadtverwaltung. Die hat in einer Vorlage zur Stadtratssitzung deutlich gemacht, dass die Zuschüsse der Europäischen Union aus dem Regionalfonds Efre entfallen, wenn die Fahrspuren nicht neu aufgeteilt werden. Oberbürgermeisterin Charlotte Britz (SPD) wies auch darauf hin, wie wichtig die Förderzusage des Landes ist.

Deshalb stehe der Beschluss unter dem Vorbehalt, dass Geld vom Land fließt. Die Radwege sollen künftig so breit sein, dass die Radfahrer sicher über die Brücke kommen. Wer aber unsicher ist, darf auch weiter auf dem Gehweg fahren, allerdings entsprechend langsam, damit Fußgänger nicht gefährdet werden. Nach Angaben der Verwaltung hat das Zentrum für integrierte Verkehrssysteme aus Darmstadt in einem Gutachten festgestellt, dass für den Autoverkehr keine Nachteile entstehen, wenn die Spuren verringert werden. Die Sanierung der Wilhelm-Heinrich- Brücke soll im August beginnen und rund sieben Wochen dauern. Zu keiner Zeit müsse die Brücke voll gesperrt werden, es stünden immer zwei Fahrstreifen pro Richtung zur Verfügung, heißt es in der Vorlage weiter. 2,8 Millionen Euro für Planung und Bau hat der Stadtrat gestern Abend in einem ersten Schritt bewilligt. Die Sanierung kostet insgesamt 5,8 Millionen Euro.

Hermann Hoffmann (CDU) bekräftigte seine Bedenken gegen die neue Verkehrsführung: „Ich sehe die Notwendigkeit nicht, auf Autospuren zu verzichten.“

Er befürchtet auch mehr Staus beim Rechtsabbiegen, wenn künftig die Bushaltestelle in den Stadtgraben verlagert wird. SPD, Grüne und Linke, die derzeit Koalitionsverhandlungen führen, begrüßten die neue Verkehrsführung. Die Grünen sprachen sich aber gegen eine Probephase aus. Die befürworteten SPD und Linke ausdrücklich. Peter Bauer (SPD) erklärte, die Probephase sei wichtig, um notfalls noch etwas ändern zu können. Außerdem hoffe er auf eine sachlichere Diskussion. „Die Wilhelm- Heinrich-Brücke ist breit genug für Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger“, meinte er.

Der Grünen-Antrag, auf die Probephase zu verzichten, fiel bei der Abstimmung durch. Dem Konzept der Verwaltung stimmten SPD, Linke, Grüne, FDP und Piraten zu.

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein