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Sanierung oder Neubau der Ludwigsparkstadion?

Saarbrücken. Lange war es ruhig. Verhältnismäßig ruhig. Doch seit gestern haben die Diskussionen rund um den Stadion-Neubau in Saarbrücken wieder eine berichtenswerte Dimension. Grund: zwei Schreiben. Eines des Fußball-Drittligisten 1. FC Saarbrücken an Charlotte Britz (SPD), die Oberbürgermeisterin der Stadt Saarbrücken. Und zum Zweiten ein Brief von Britz an Ministerpräsident Peter Müller (CDU). Beide Briefe liegen der Sportredaktion der Saarbrücker Zeitung vor. Und in beiden finden sich neue Fakten. So heißt es im Brief von Britz an Müller, dass die Stadt bereit wäre, zehn Millionen Euro der Kosten zu übernehmen. Oder besser gesagt: Britz ist bereit, diese Beteiligung dem Stadtrat vorzuschlagen. Dass der städtische Haushalt diese zehn Millionen Euro nicht hergibt, scheint hingegen klar zu sein. Schließlich schreibt Britz selbst, dass „diese Finanzierung außerhalb des genehmigten Kreditrahmens der Landeshauptstadt erfolgen“ müsse. Wie das genau funktionieren soll, ob Britz zum Beispiel die Kosten mit jährlichen Unterhaltskosten für den alten Ludwigspark verrechnen will (rund eine Millione Euro), wollte sie gestern nicht erklären. Der Brief an Müller hatte die Umsetzung der städtischen Finanzierung auch zum Thema, er war aber eher eine Bitte an das Land, Zahlen auf den Tisch zu legen. Wie viel Geld gibt das Land für ein Stadion, das laut Britz „bundesligatauglich“ sein soll und „wichtig für die Infrastruktur einer Landeshauptstadt und eines Landes“ sei? Britz schlug ein (weiteres) Gespräch mit Stadt, Land und Verein vor, dem Müller gestern zustimmte. Angesprochen auf einen vermeintlichen Investor von außen meinte er nur: „Davon weiß ich nichts.“ Was er wusste, ist, dass er „eine verlässliche Planung“ will. Zwar geht der Verein in seinem Schreiben an Britz davon aus, dass sich das Land „mit einer höheren Summe beteiligen will“, aber sicher ist das nicht. Sicher ist auch noch nicht, wer der Betreiber sein soll. Sicher ist, was der Deutsche Fußballbund (DFB) von Vereinen will, wenn sie professionellen Fußball spielen wollen: ein taugliches Stadion. Dazu gibt es extra ein Stadionhandbuch. Darin stehen alle Anforderungen. An denen haben sich Stadt und Verein zuletzt entlanggehangelt, Machbarkeitsstudien haben sie erstellt, Bohrungen ließen sie machen, Statikberechnungen. Zuletzt lagen ein Umbau-Entwurf der Stadt auf dem Tisch und ein „Misch-Entwurf“ vom Verein, wonach dem Teile des Stadions neu gebaut werden, andere saniert werden. Im Brief an die Stadt erklären FCS-Präsident Paul Borgard und Aufsichtsratschef Reinhard Klimmt den „Misch-Entwurf“ am kompatibelsten zum Stadionhandbuch. Außerdem verweist der Brief darauf, dass das Land bei „informellen Gesprächen“ mit dem Verein auch den „Misch-Entwurf“ bevorzuge. 22.000 Plätze geplant ?Auch Britz scheint diesem Vorab-Plan zugestimmt zu haben. Demnach soll das neue Stadion eine Rasenheizung haben, 22.000 Plätze bieten, davon 400 Plätze in den Vip-Logen, neue Vip-Räume für bis zu 1000 Gästen sollen gebaut werden. 16.000 Sitzplätze und 6000 Stehränge sind geplant. Alles natürlich überdacht. Bis zu 30 Millionen Euro soll das neue Stadion kosten, das, so erklärt Borgard, „ein Stadion für alle“ sein soll. Eine Event-Arena für Konzerte, Congresse – und eben Fußball. „An der Finanzierung wird sich selbstverständlich auch der Verein beteiligen“, sagt Borgard. Wie und in welchen Umfang? „Das müssen die nächste Gespräche ergeben“, sagt Borgard, der auch betont, „dass die Gespräche über alle Parteigrenzen hinweg bisher sehr positiv waren“. Das nächste steht nun an. Bei Peter Müller. Es wird wohl das bisher wichtigste sein.
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