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Sauber: Saarbrücken ist jetzt wieder picobello

Saarbrücken. Wenn der Frühling kommt, putzen viele Menschen voller Vorfreude ihre Umgebung hübsch heraus. Eine Art Frühjahrsputz ist auch die Sauberkeits-Aktion „Picobello“. Rund 1500 Saarbrücker halfen am Samstag in den Stadtteilen mit, sagt Judith Pirrot vom Zentralen Kommunalen Entsorgungsbetrieb (ZKE). Zum Beispiel in Burbach, wo Johanna Biermeier, die Sprecherin der Bürgerinitiative Sauberes Burbach, die freiwilligen Helfer anführt. „Heute säubern wir die Schwerpunkte, wie hier am Burbacher Markt, am Jugendzentrum oder an der Bushaltestelle“, erklärt sie. Wenn hier saubergemacht wird, so hoffen die Helfer, animiert das andere, nicht zum Schmutzfink zu werden. „Dreck bringt Dreck mit sich. Wenn es sauber ist, überlegt es sich der eine oder andere vielleicht, ob er etwas einfach auf die Straße schmeißt oder ein paar Meter weiter in den nächsten Mülleimer“, sagt Michael Momber.



„Picobello“-Tag löst Müllproblem nicht

Der „Picobello“-Tag kann das Müllproblem nicht lösen. „Das ist mehr symbolisch“, meint Biermeier. Mit der Bürgerinitiative engagiert sie sich deshalb das ganze Janr für die Sauberkeit im Stadtteil. Auch wenn das nicht einfach ist. So haben die Mitglieder den Initiative bereits vor Jahren die so genannten Baumscheiben zum Beispiel in der Hochstraße mit Blumen verschönert. Vielen Mitbürgern, vor allem Hundehaltern, sei das gleich. Erledigt ein Vierbeiner sein Geschäft zwischen den Blüten, bleibe das Häufchen liegen. „Dann würde ich die Verantwortlichen am liebsten bitten, sich nur eine Woche mit mir um die Blümchen zu kümmern, damit sie sehen, was das für eine Arbeit ist“, erklärt Biermeier.

Im Stadtteilbüro am Markt ist an diesem Tag das Zentrum der Helfer, hier treffen sich die Gruppen, die sich aus dem Technischen Hilfswerk, den Sportfreunden 05, dem Bündnis für Innovation und Dienstleistung, dem Gewerbeverein und weiteren freiwilligen Helfern bilden, um sich danach im zu stärken. Gerade kommt Hans-Jürgen Altes mit ein paar Jugendfußballern vom Einsatz zurück. „Zweieinhalb Stunden haben wir gebraucht, hauptsächlich mussten wir weggeworfene Kippen auflesen. Dabei kann man doch die Kippen heutzutage auch in die Müllbehälter werfen, das wissen ja sogar schon die Jugendlichen.“

Werbetrommel in der Bahnhofstraße gerührt

In der Bahnhofstraße rührt man derweil mehr die Werbetrommel für die Aktion, als den Besen zu schwingen. Mitglieder der Bürgerinitiative Sauberes Molschd spielen heiße, südamerikanisch anmutende Rhythmen auf ausrangierten Mülltonnen, Wassserkübeln, Blechbüchsen, Gießkannen, Waschbrettern und vielem mehr. Auch das Theater Überzwerg ist mit Jugendlichen dabei. „Willkommen, ich bin der östliche Müllstrudel.“ Schauspielerin Rabea Wyrwich erklärt: „Das ist ein Strudel im Ostpazifik, in dem sich unglaublich viel Plastikmüll angesammelt hat. Wir wollen damit zu einem bewussteren Umgang mit Plastik apellieren.“

Nach der Aktion verhalten sich die jungen Leute vorbildlich. „Können wir einen Gelben Sack für unser Material bekommen?“, fragen sie höflich. Den kriegen sie und den vollen Behälter entsorgt der ZKE kostenlos.

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