L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

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Sauerei: Speise-Eis wird richtig teuer

Saarbrücken. Die Zeiten, in denen man für eine Mark vier Kugeln Eis bekam, sind längst vorbei. 50 Cent pro Kugel war der Preis zu Beginn des neuen Jahrtausends. Vor fünf Jahren stieg er noch einmal – von 50 auf 70 Cent. Und dieses Jahr ging's grad' weiter, meist von 70 auf 90 Cent, mancherorts sogar auf einen Euro pro Kugel. Als Gründe nennen die Eiscafés ihre steigenden Ausgaben für Zutaten, Strom, Miete und Mietnebenkosten.



"Für ein Bier zahlt man auch mehr als  vor zehn Jahren"

„Wir haben uns mit mehreren Eisverkäufern abgesprochen, dass wir die Eispreise erhöhen. Allerdings finde ich eine Steigerung von 70 auf 90 Cent zu hart. Wir bleiben bei 80 Cent“, sagt Fabrizio Lazzano vom Eiscafé Donatello mitten in der Bahnhofstraße: „Es ist legitim, dass auch die Eispreise steigen. Auch alle anderen Preise für Lebensmittel steigen. Für ein Glas Bier zahlt man auch mehr als noch vor zehn Jahren.“

Giuseppe Pascale, Chef des Eiscafés Viareggio an der Berliner Promenade, bleibt dagegen bei 70 Cent pro Kugel: „Wir haben vor der Haustüre seit einem Jahr eine Baustelle und haben 70 Prozent unserer Kunden verloren. Unsere Stammgäste wollen wir behalten. Eine Preiserhöhung würde bei uns vielleicht schlimmere Folgen haben.“ Gleichzeitig meint Pascale allerdings, dass seine Kollegen mit ihren Preiserhöhungen durchaus Recht haben: „Die Kugel müsste tatsächlich sogar 1,20 Euro kosten – wenn man alle Ausgaben wirklich rein wirtschaftlich auf das Eis umlegen würde.“



Eistütchen kosten im Einkauf  80 Prozent mehr

Direkt neben Pascale verkauft Salvatore Sciortino sein Eis im Café Roma. Er sagt: „Ich kann die Leute verstehen, dass sie für eine Kugel Eis nicht mehr bezahlen wollen. Aber es ist alles teurer geworden. Selbst die Eistütchen kosten uns im Einkauf heute 80 Prozent mehr. Außerdem muss das Eis gekühlt werden, und die Strompreise steigen. Schuld ist meiner Meinung nach die Politik.“ Trotzdem bleibt auch Sciortino einstweilen bei 70 Cent pro Kugel, um keine Kunden zu verlieren.

Hans Werner Kohler, der sein Eis im Back-Werk in der Bahnhofstraße verkauft, beklagt ganz andere Dinge: „Hier ist nichts mehr los. Wir haben mit deutlich mehr Besuchern gerechnet. Wer hat denn noch Geld, um die teuren Parkgebühren zu bezahlen. Die Leute haben immer weniger Geld in der Tasche und müssen immer mehr bezahlen. Dass die Eispreise steigen ist für mich nichts Unnormales.“

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