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Saurier, Grashalme und Polarlichter



Landsweiler-Reden. Vom Urknall bis zu den ersten Lebensformen auf der Erde: Infos darüber bekommen Noah Junkers und Tanja Kühlmeyer-Junkers im Kino des Gondwana-Parks in Landsweiler-Reden. Doch zuvor haben der Neunjährige und seine Mutter nicht schlecht über den Argentinosaurus in der Eingangshalle gestaunt. Nachdem Al Gore und diverse Prominente „Gondwana – Das Praehistorium“ eröffnet haben, liegt es nun an den „normalen“ Besuchern, den Park zu beurteilen. Das Urteil von Noah und Mutter Tanja ist eindeutig: Sie sind begeistert. „Mir hat es super gut gefallen“, sagt der Neunjährige und seine Mutter ergänzt: „Es ist gigantisch, dass es im kleinen Saarland nun solch einen tollen Park gibt.“

:: Auf einen Blick

Und genau diesen Park nehmen Mutter und Sohn in etwas mehr als einer Stunde mal genauer unter die Lupe. Aus dem Kino heraus geht es in die Silur-Zeit, die Welt der Urmeere. Dort, in der Höhle eines „Korallen-Riffes“ vor 420 Millionen Jahren, beginnt die Reise der beiden durch die Urzeitlandschaften.

Angekommen in der Devon-Zeit bemerkt Noah, dass es ja sogar Grashalme gibt. Und richtig: Hier wagen die ersten Tier- und Pflanzenformen den Schritt aus dem Wasser ans Land. Eine Welt, die 400 Millionen Jahre vor unserer Zeitrechnung liegt.

In der Karbon-Zeit sind es die Riesenlibellen und die Tausendfüßler, die Noah und seine Mutter beeindrucken. „Das ist ja genial“, sagt Noah und erinnert sich, dass er Tausendfüßler mal in einer Show in Thailand gesehen hat.

In der Perm-Zeit des Gondwana-Parks durchwandern Noah und Mutter Tanja eine steilwandige Felsenschlucht der Halbwüste. Theoretisch hätten die beiden hier auch Zeugen einer Sturzflut werden können, doch bevor die Flut kommt, treibt es die beiden weiter und zwar direkt in die Trias-Zeit, die Zeit der Dinosaurier. Die gefräßigen krokodilähnlichen Saurier, die es hier zu entdecken gibt, machen Noah keine Angst. Der Neunjährige beugt sich mutig vor. Und wie beruhigend: Eine Mitarbeiterin berichtet mit einem Augenzwinkern, dass das Tier an diesem Tag bereits gefressen habe.

In der Jura-Zeit erinnert eine 150 Millionen Jahre alte Rifflandschaft an die heutige Südsee. Da sind Noah und Mutter Tanja in ihrem Element. Als Fans der „Jurassic-Park“-Filme fühlen sich die beiden in dieser Kulisse, als ob sie Teil eines solchen Filmes wären. Noah plantscht lässig mit den Händen im Wasser, das damals hochgiftig war. Natürlich nicht im Gondwana-Park.

In der Unterkreide-Zeit angekommen, fällt Noah auf, dass er ja nun immer näher an unsere heutige Zeit käme. Aber diese Überlegung wird unterbrochen, als der Junge entdeckt, dass hier das Südpolarlicht den nächtlichen Himmel der winterlichen Eislandschaft beleuchtet. Schnell haben Mutter und Sohn das Gefühl, dass es hier einige Grade kälter ist als in anderen Bereichen der Halle.

Noah erspäht Dinosaurier, die sich in einer Baumstammhöhle vor der klirrenden Kälte schützen. Und die Technik macht es möglich, dass der Besucher den vermeintlich gleichmäßigen Atem der Tiere sieht. Noah kommentiert: „Wie geil.“ Und der Neunjährige überlegt schmunzelnd: „Vielleicht sind sie echt, und man hat sie lange Zeit in einem Gefrierbeutel aufbewahrt.“ Der Fantasie werden im Gondwana-Park keine Grenzen gesetzt.

Und dann das Finale: In der Oberkreide-Zeit erleben Noah und Mutter Tanja einen der größten und gefährlichsten Räuber der Urzeit: Tyrannosaurus wacht über die frisch erlegte Beute und verteidigt aggressiv und drohend sein Revier. Da hält selbst Noah erstmal Abstand. Schließlich stand am Eingang zu diesem Bereich ein Schild mit „Verletzungsgefahr“. Doch schnell wagt er sich näher ran und zieht seine Mutter gleich mit. Diese bemerkt: „Das sieht ja aus wie in einem Horrorfilm.“

Aber auch wenn das Losreißen hier besonders schwerfällt: Mit dem 3D-Kino wartet noch ein Schmankerl auf die beiden. Hier werden sie Zeuge des Aussterbens der letzten Dinosaurier. „Das ist das Beste hier“, da sind sich Mutter und Sohn einig. Und auch wenn Tanja Kühlmeyer-Junkers sich den Park noch größer vorgestellt und mehr Tiere gewünscht hätte, so empfiehlt sie doch jedem einen Besuch in Gondwana.

Allerdings rät die Mutter zweier Kinder anderen Eltern, Kinder unter sechs Jahre zu Hause zu lassen: „Für die ganz Kleinen ist es mit den echt wirkenden Geräuschen zu laut, und manche Tiere sind zu beängstigend.“ Der neunjährige Noah jedenfalls hatte keine Angst. Am Auto angekommen, fragt er seine Mutter: „Wann gehen wir hier wieder hin?“ „Mama, wann gehen wir hier wieder hin?“


Yvonne Wildschütz 
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