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Scharfe Frischlings-Jagd gefordert

Nachrichten aus der Region Zweibrücken.

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Nicht allein der derzeitige Straßenausbau bereitet der Gemeinde Reifenberg Kopfzerbrechen. Probleme werden auch wegen der zunehmenden Wildschäden durch Wildschweine befürchtet.

Ortsbürgermeisterin Michaela Hüther (CDU) verweist in diesem Zusammenhang auf fast zehn große landwirtschaftliche Vollerwerbsbetriebe in Reifenberg. Hinzu kommt der Gemeindewald. „Richtig und wichtig“ nennt sie deshalb den eingeschlagenen Weg der Jägerschaft. Wenn dadurch wirtschaftlichen Schäden vorzubeugen sei, die jährlich in tausende Euro gehen können, sollte die Chance genutzt werden. Der Vorsitzende der Jägerschaft Zweibrücken und Reifenberger Jagdpächter Ferdi Hüther erläutert bei einem Ortstermin mit der Gemeindeführung die Problematik und daraus gezogene Konsequenzen. Die durch die Sauen verursachten Schäden in Wiesen und Maisfeldern sieht er durch die Jagd vielerorts nicht mehr einzudämmen.

Kontraproduktiv sei die uneingeschränkte Jagd zur Verkleinerung der Schwarzwildpopulation. Das in Deutschland einzig wehrhafte Schwarzwild dürfe nicht schlechter bejagt werden als das übrige Reh- und Damwild. Gerade grotesk sei deshalb die neu in Kraft getretene Landesjagdverordnung, die dem Schwarzwild (Wildschweine) keine Schonzeit mehr zubillige. Die Jägerschaft der Kreisgruppe Pirmasens-Zweibrücken habe deshalb im Gegensatz zur neuen Landesverordnung im Rahmen einer „freiwilligen Selbstverpflichtung“ eine Resolution verfasst, entsprechend der Vorgaben des Schwarzwild-Experten Gerold Wandel aus St. Georgen.

Eine Passage daraus ist die Jagdruhe von 1. Februar bis 30. April in Gebieten, in denen das Schwarzwild keine Probleme bereitet. In anderen Gebieten solle eine ganzjährige, scharfe Bejagung der Frischlinge und Überläuferrotten erlaubt werden. Bei der Bejagung von Rotten darf jedoch keinesfalls die Leitbache erlegt werden. Selbst bei strikter Anwendung der Handlungsempfehlung wäre mit einer Wildschadensminderung jedoch erst in etwa drei Jahren zu rechnen.

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