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Scharfe Kritik an Abfindung für SHG-Manager

Saarbrücken. Die Abfindung in von 700.000 Euro, die die gemeinnützige Saarland Heilstätten GmbH (SHG), ihrem in Ungnade gefallen Ex-Geschäftsführer Joachim Wild gezahlt hat, wird aller Voraussicht nach den Landtag beschäftigen. Unsere Zeitung hatte gestern berichtet, dass Wild, dessen Geschäftsführer-Vertrag Ende 2009 ausgelaufen war, diese Summe erhielt, weil ihm in einer Vertragsklausel die Weiterbeschäftigung mit einer „adäquaten Tätigkeit“ zugesichert worden war. Das Gehalt dafür wurde analog der Beamtenbesoldung B 5 (damals rund 7100 Euro monatlich) festgeschrieben.



Grünen-Fraktionschef Hubert Ulrich teilte auf Anfrage mit: „Über die Hintergründe der Abfindungszahlung ist uns bisher nichts bekannt.“ Um den Sachverhalt zu klären, werde sich der Gesundheitsausschuss in seiner nächsten Sitzung mit diesem Fall befassen. Von „absonderlichen und merkwürdigen Vertragspraktiken“ beim größten Saar-Klinikträger spricht Christian Schmitt, FDP-Fraktionschef. Die Kassen-Beitragszahler müssten die Zeche übernehmen. Während CDU und SPD „interne SHG-Angelegenheiten“ nicht beurteilen wollten, erklärte Astrid Schramm (Linke), das Geld wäre besser für Patienten ausgegeben worden. Mit diesen Praktiken werde Gesundheitspolitik konterkariert.

Verdi-Landeschef Alfred Staudt bezeichnete die hohe Abfindung als „Schlag ins Gesicht der SHG-Belegschaft“, die wegen der dünnen Personaldecke permanent Überstunden leisten müsse. In diesem Zusammenhang werde immer wieder argumentiert, der SHG fehle Geld für Neueinstellungen. Axel Mittelbach, Sprecher des Ersatzkassenverbandes, meinte, das Klagelied die Kassen zahlten zu wenig, sei „wenig glaubwürdig“, wenn solche Abfindungen gezahlt werden könnten. mju
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