L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

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Schatzmeister und Präsident sind sich nicht einig

Der 1. FC Saarbrücken hat seine Serie von zehn siegosen Spielen beendet und am Samstag beim SV Babelsberg einen 2:0-Auswärtssieg eingefahren.

Der 1. FC Saarbrücken hat seine Serie von zehn siegosen Spielen beendet und am Samstag beim SV Babelsberg einen 2:0-Auswärtssieg eingefahren.

Saarbrücken. „Ich bin kein Gutmensch und ich muss nicht politisch korrekt sein“, sagt Dieter Weller, Schatzmeister des Fußball-Drittligisten 1. FC Saarbrücken. Der Steuerberater hat sich über Aussagen des neuen FCS-Präsidenten Paul Borgard in der gestrigen Ausgabe der Saarbrücker Zeitung geärgert – und selbst zu Wort gemeldet. „Die Ampel für neue Spieler steht auf gelb-rot“, erklärt Weller, „das Präsidium versucht die Möglichkeiten zu schaffen, dass wir im Winter zwei Spieler holen können. Wir würden für den sportlichen Erfolg auch ein finanzielles Minus in Kauf nehmen. Wir versuchen bis zum Jahresende für eine Deckung zu sorgen. Jetzt zu sagen, alles ist klar, erschwert diese Aufgabe.“ Borgard hatte erklärt, Trainer Jürgen Luginger könne in der Winterpause zwei Spieler verpflichten.
Die präsidiale Ansicht zu „amateurhaften Strukturen“ im Verein bringt Weller auf die Palme: „Sportlich ist die Jugend über die zweite Mannschaft mit den Aktiven verzahnt. Wir schaffen es immer wieder, ans Tor der Jugend-Bundesligen anzuklopfen und Nationalspieler heraus zu bringen. Unser Rechnungswesen wird vom Deutschen Fußball-Bund und Wirtschaftsprüfern als beispielhaft gelobt. Auf der Geschäftsstelle haben wir einen filigranen, eng gestrickten Maßanzug an Mitarbeitern.“
Dass Borgard die FCS-Schadensersatzklage gegen Bayern München wegen eines nicht spielberechtigten FCB-Spielers verurteilt, versteht Weller nicht: „Das war nicht die Entscheidung von Horst Hinschberger, sondern des gesamten Präsidiums und des Aufsichtsrats. Es war unsere Pflicht zu versuchen, zu erstreiten, was uns zusteht.“ Er nannte zum Vergleich: „Wir haben 2010 einen sechsstelligen Betrag bekommen, aus einem Rechtsstreit über die Arbeitsunfähigkeit eines Spielers aus dem Jahre 2001. Davon haben wir die Aufstiegsprämie bezahlt.“
Weller sagt, er wolle keine öffentliche Auseinandersetzung mit Borgard. Ihm gehe es um den Verein. „Paul soll sich selbst Zeit geben, ein guter Präsident zu werden. Dabei werden wir ihn alle unterstützen“, sagt Weller im Glauben an eine konstruktive Zusammenarbeit: „Wenn er alle Verantwortlichen mit ins Boot nimmt und alle gemeinsam rudern, dann werden wir schneller sein, als welche, die mit Motor unterwegs sind.“

Meinung
Gemeinsam statt gegeneinander

Von SZ-Mitarbeiter Patric Cordier

Hört das denn nie auf? Schatzmeister gegen Präsident, Präsident gegen Schatzmeister. Es war ein offenes Geheimnis, dass Präsident Horst Hinschberger und Schatzmeister Dieter Weller keine Freunde sind. Die sportlichen Erfolge der vergangenen Jahre überdeckten aber die internen Reibungsverluste im Präsidium.
Jetzt ist „Hinschi“ weg und Paul Borgard da. Kaum hat der neue Präsident sich erstmals öffentlich geäußert, schießt der Schatzmeister öffentlich zurück. Der Beginn einer Freundschaft – oder zumindest einer erfolgreichen Zusammenarbeit – sieht anders aus. Dabei hat der 1. FC Saarbrücken doch genügend Baustellen, die man nur gemeinsam beheben kann.

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