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Schaurige Szenen am Schlachthof: Tatort-Dreh

Von SZ-Mitarbeiterin Carolin Grell

Neunkirchen. Drei Stunden brauchte die Maske gestern, um aus der hübschen Jungschauspielerin Mathilde Bundschuh ein extrem bleiches und zudem schwer verletztes Entführungsopfer zu machen. „Und die Schminke ist ziemlich fest, geht nur mit Aceton wieder von der Haut runter“, erzählte die 16-jährige Mimin, die in der Filmbranche längst keine Unbekannte mehr ist. Seit sechs Jahren steht sie inzwischen vor der Kamera, hat sich unter anderem beim Max-Ophüls-Festival einen Namen gemacht.

Mathilde Bundschuh absolvierte gestern im ehemaligen Schlachthofgebäude in der Wellesweilerstraße den letzten Drehtag für den neuen saarländischen Tatort mit dem Arbeitstitel „Verschleppt“. Nach Dreharbeiten in Völklingen-Wehrden und im Klinikum Winterberg in Saarbrücken war das Tatortteam gestern zu Gast in Neunkirchen. „Der SR war für den Tatort auf der Suche nach einem finsteren, abgelegenen Raum. Und das bietet der ehemalige Schlachthof mit seinen Kühlhäusern doch perfekt“, erzählte Siegfried Schmidt, der die Gebäude verwaltet. Und er ließ es gestern auch nicht nehmen, sich bei den Dreharbeiten umzusehen, doch der Blick ins „Innere“ wurde ihm dann doch verwehrt.

 Seit vier Jahren steht das Gebäude in der Wellesweilerstraße leer, in den vergangenen Wochen ist es, wenn auch nur vorübergehend zu neuem Leben erwacht. Denn, während die Dreharbeiten sich auf zwei Tage konzentrieren, hat der Aufbau für das Tatort-Verließ in Neunkirchen bereits vor gut drei Wochen begonnen. Gestern Morgen kamen zu den gut 30 Mitarbeitern hinter den Kulissen auch die Schauspieler in die Kreisstadt.

Auf Gregor Weber und Maximilian Brückner, die beiden Tatort-Kommissare wartete man allerdings vergebens. Sie werden erst am heutigen Donnerstag am Set sein. Dann wird Mathilde Bundschuh längst wieder in Berlin die Schulbank drücken, um ihre Abschlussprüfung zu schreiben. „Ich bin eher der entspannte Typ, hier am Set und zuhause in der Schule“, sagte sie uns wartete darauf, dass Regisseur Hannu Salonen sie für die Dreharbeiten brauchte. Sieben Minuten werden am Ende in der 90minütigen Geschichte um das Thema Entführung aus Neunkirchen erzählt. Einen genauen Sendetermin gibt es noch nicht.

Auf alle Fälle wird Katharina Schüssler aus Saarbrücken dann schon ihr Studium der kreativen Tanztherapie in Holland begonnen haben. Sie sorgte gestern und auch an den übrigen Drehtagen dafür, dass alle im Team bestens mit Speisen und Getränken versorgt wurden. „Es ist einfach eine witzige und außergewöhnliche Arbeit, das Catering für ein Filmteam zu machen. Alle sind sehr nett, auch die vor der Kamera. Ich habe allerdings nicht gedacht, dass das richtig viel Arbeit ist; ein Zehn-Stunden-Tag ist durchaus die Regel“, erzählt sie, während sie Karotten schält und Brote schmiert.
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