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Schicht im Schacht

Ensdorf/Regionalverband. Die RAG-Aktiengesellschaft hat auch in diesem Jahr im Saarland wieder 56 Jugendliche für die Ausbildung in gewerbliche oder kaufmännische Berufe eingestellt. Die gewerbliche Ausbildung erfolgt in Kooperation mit der RAG Bildung Saar, die in den ersten Monaten die entsprechenden Grund- und Fachqualifikationen vermittelt. Zusätzlich werden die saarländische Landesregierung und die RAG-Stiftung über ein Lehrstellenprogramm 24 außerbetriebliche Ausbildungsverhältnisse bei der RAG Bildung Saar fördern. Die Ausbildung der Jugendlichen erfolgt im ersten Ausbildungsjahr bei der RAG Bildung Saar. Danach sollen sie in eine betriebliche Ausbildung vermittelt werden.
 
Die insgesamt 80 Jugendlichen werden in zukunftsorientierten Berufen wie Zerspanungsmechaniker, Industriemechaniker, Elektroniker für Betriebstechnik, Mechatroniker und Kaufmann für Bürokommunikation ausgebildet: 49 beim Bergwerk Saar, vier beim Servicebereich Technik und Logistik Saar in Hirschbach, drei im Servicebereich in Saarbrücken und 24 über das Lehrstellenprogramm bei der RAG Bildung Saar. Arbeitsdirektor Peter Schrimpf unterstrich die hohe Ausbildungsqualität im Unternehmen, das den Auszubildenden hervorragende Berufsperspektiven auch nach Auslaufen des Bergbaus an der Saar garantiere. Ferner betonte er die soziale und regionale Verantwortung, die das Unternehmen mit dieser Ausbildungsmaßnahme wieder übernehme. Über 400 Bewerbungen sowie eine Erfolgsquote von mehr als 94 Prozent dokumentierten auch nach den Worten von Bergwerksdirektor Friedrich Breinig diesen hohen Leistungsstandard. Aber nicht nur auf dem Ausbildungsmarkt werde die Steinkohle in absehbarer Zeit fehlen, führte Breinig weiter aus. „Angesichts der unsicheren und sich rasch verändernder Rohstoffmärkte ist es eine schwere Hypothek, auf unseren heimischen Energieträger Steinkohle verzichten zu wollen.“
 
Auch Betriebsratsvorsitzender Hans-Jürgen Becker wies auf die hervorragende Ausbildung auf der Basis eines modernen Konzeptes und mit zukunftsfähigen Berufen hin. Die zusätzlichen Ausbildungsmöglichkeiten würdigte er als ein wichtiges Signal in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit. „Dies ist ein Akt der sozialen Verantwortung und der Bereitschaft, jungen Menschen den Weg in einen guten Beruf zu ermöglichen“, sagte Becker. Ron Rauen von der Gesamtjugend- und Auszubildendenvertretung forderte die Jugendlichen auf, ihre Chance zu nutzen. Werte wie Einsatzbereitschaft, Kameradschaft und Zusammenarbeit würden diesen Einsatz lohnen. Mark Baumeister von der IGBCE forderte alle Verantwortlichen auf, die Ausbildung bei der RAG im Saarland bis zum endgültigen Auslaufen des Steinkohlebergbaus an der Saar fortzuführen. Dies sichere bei der RAG-Bildung wichtige Kapazitäten und sei zudem ein Baustein des Strukturwandels, für den das Saarland in den nächsten zehn Jahren 100 Millionen Euro von der RAG erhalte. Trotzdem gehe in den nächsten Jahren, erläuterte Baumeister, ein großes Stück Industriekultur unwiederbringlich verloren und mit ihm eine Chance auf eine hervorragende Ausbildung, die beste Vermittlungschancen auf dem Arbeitsmarkt biete.

Wirtschaftsminister Joachim Rippel bezeichnet eine gute Ausbildung als den Schlüssel zum beruflichen Erfolg. Er forderte alle eingestellten Jugendlichen auf, sich entsprechend zu engagieren. Er zeigte sich zuversichtlich, dass es dem Saarland mit Hilfe seiner Unternehmen und Betriebe auch in diesem Jahr wieder gelinge, allen ausbildungswilligen und ausbildungsfähigen Jugendlichen trotz Wirtschaftskrise und Doppeljahrgang beim Abitur einen Ausbildungsplatz anbieten zu können. Rippel hob hervor, dass Land und RAG-Stiftung die 24 zusätzlichen außerbetrieblichen Ausbildungsverhältnisse bei der RAG Bildung mit jeweils 130000 Euro fördern. Die RAG Bildung Saar werde sich unter Berücksichtigung der spezifischen Nachfrage saarländischer Unternehmen und der persönlichen Situation der Jugendlichen bemühen, die 24 Ausbildungsverhältnisse in betriebliche Ausbildungen zu überführen. rup 
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