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Schlägerei beim Püttlinger Stadtfest

Ein 20-Jähriger, der bereits durch mehrere Gewaltdelikte aufgefallen ist, ist vom Landgericht Saarbrücken zu zwei Wochen Dauer-Arrest verurteilt worden. Der Angeklagte hatte 2007 beim Püttlinger Stadtfest einen Besucher angegriffen.

Saarbrücken. Erziehung oder Strafe – darum ging es jetzt für einen 20-Jährigen vor dem Landgericht. Bereits mehrfach ist der Mann als Schläger aufgefallen. Die Richter des Landgerichts verurteilten den Auszubildenden wegen Körperverletzung zu zwei Wochen Dauerarrest und zu einem Anti-Aggressionstraining. 2007 habe er auf dem Püttlinger Stadtfest einen Besucher mit einer Kopfnuss verletzt. Das Opfer musste mit geschwollenem Nasenbein zum Arzt und litt noch längere Zeit an den Folgen.

Zunächst war ein Jugendschöffengericht mit dem Fall befasst. In diesem Prozess ging es zusätzlich um Sachbeschädigung, er soll mit Fußtritten ein Auto beschädigt haben. Es verurteilte den Mann zu einer Jugendstrafe mit Bewährung. In der zweiten Runde kam der Fall vor eine Jugendkammer des Landgerichts. Dort ließ man den Vorwurf der Sachbeschädigung fallen und verhängte eine Bewährungsstrafe von acht Monaten. Die Staatsanwaltschaft hätte den Angeklagten lieber hinter Gittern gesehen. Auch ein Jugendarrest von einer Woche habe nicht zu einer Änderung seines aggressiven Verhaltens geführt. Die Verteidigung sah für eine Jugendstrafe keine Grundlage, denn schädliche Neigungen seien nicht erwiesen. Dem folgte in der dritten Runde des Verfahrens das Saarländische Oberlandesgericht. Das Urteil des Landgerichts wurde aufgehoben und zur Neuverhandlung an eine andere Kammer des Landgerichts verwiesen.

Sechs weitere Verfahren anhängig

Diesmal, in der vierten Runde des Verfahrens, wurde bekannt, dass gegen den Angeklagten inzwischen sechs weitere Verfahren vorliegen. Somit wollte der Vertreter der Jugendgerichtshilfe schädliche Neigungen nicht ausschließen und die Staatsanwältin hielt die achtmonatige Jugendstrafe für berechtigt.
jht
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