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Schließt das Hallenbad von Kleinblittersdorf?

Kleinblittersdorf. Das Hallenbad in Kleinblittersdorf ist geschlossen und wird in diesem Herbst und Winter seine Pforten auch nicht wieder öffnen. Aufgrund von völlig veralteter Technik und mehreren Schäden im Bad hätte die Gemeinde kurzfristig 1,3 Millionen Euro in diesem Sommer investieren müssen, um das Bad im Herbst wieder eröffnen zu können. Wie Bürgermeister Stephan Strichertz mitteilte, sind sogar 4,5 Millionen Euro nötig, um das Bad wieder auf den neuesten Stand zu bringen. Und das bei einer Gemeinde, deren Schuldenberg auf 27 Millionen Euro angewachsen ist. In der vergangenen Woche stand das Thema Hallenbad ganz oben auf der Tagesordnung in allen Ortsräten der Gemeinde: Im Ortsteil Kleinblittersdorf war die Mehrheit gegen die Schließung.  In Sitterswald will man die Entscheidung dem Gemeinderat überlassen. In Auersmacher, Bliesransbach und Rilchingen-Hanweiler wurde stark mehrheitlich für die Schließung gestimmt. „Wenn die Gemeinde bis zum Jahr 2020 einen strukturell ausgeglichenen Haushalt vorlegen möchte, dann bleibt uns gar keine andere Wahl, als das Hallenbad zu schließen. Und selbst dann ist noch lange nicht klar, ob wir das schaffen“, sagt Reiner Braun, der Ortsvorsteher von Rilchingen-Hanweiler.

300.000 Euro kostete das Hallenbad die Gemeinde pro Jahr. Sollte der Schuldenberg der Gemeinde weiter anwachsen und das Eigenkapital sinken, droht der Gemeinde Kleinblittersdorf sogar die Zwangsverwaltung durch das Land. „Sollte es dazu kommen, bekämen wir wohl vorgeschrieben, dass wir das Bad schließen müssen“, glaubt Braun.
Dass die Kleinblittersdorfer Bürger ihr Hallenbad nicht kampflos aufgeben, war bereits im Sommer klar. Am 12. November wurde schließlich der Förderverein Kleinblittersdorfer Bäder offiziell als Verein eingetragen. „Wir wollen einfach nicht, dass vorschnell etwas entschieden wird, was vielleicht gar nicht sein muss. Vielleicht gibt es Wege, wie wir das Hallenbad noch retten können“, sagt Christian Müller, der erste Vorsitzende des Vereins: „Wir haben uns bereits einige Angebote von Firmen für die Reparaturen im Bad geben lassen. Mit den Angeboten lagen wir teilweise um die Hälfte günstiger als die Schätzungen der Gemeinde. Zudem haben wir schon Zusagen von Menschen, die uns finanziell unterstützen.“ Am Dienstag, 4. Dezember, entscheidet der Gemeinderat von Kleinblittersdorf, ob das Hallenbad künftig geschlossen bleibt oder wieder geöffnet wird.

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