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Schmierfinken toben sich auf Holzer Spielplatz aus

Nachrichten aus der Region Saarbrücken.

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Eltern und Kinder, die am 1. Mai dem neuen Spielplatz an der Glück-Auf-Halle einen Besuch abstatten wollten, waren entsetzt: Der erst am 11. April freigegebene Spielplatz war total verwüstet: Die Sitzgruppe am Rande des Platzes, die Tische, die neue Holzschaukel, das Klettergerüst und die Stämme der Bäume waren mit Farbe besprüht. Die Kletterwand mit Eiern beworfen, mit Rasierschaum, Ketchup und Zahnpasta verschmiert. Ebenso die Rampe, alle Schilder, Wege sowie die Wand der Glück-Auf- Halle und die Mauer des Kindergartens. Dazu lagen auf dem Boden Unmengen von Toilettenpapier und Dreck herum. Auch in den Bäumen hing massenhaft Toilettenpapier.

Enzo La Cava vom Bauhof der Gemeinde versuchte am Freitagmorgen, die gröbsten Verunreinigungen zu beseitigen. Jörg Schwindling und einige andere Holzer Bürger verabredeten sich am Samstagmorgen, um den Rest wegzumachen. „Ich war sprachlos, als ich sah, was da angerichtet worden ist“, sagte Schwindling.

Völlig frei von Schäden oder Dreck waren der Senioren- und der Jugendbereich des Mehrgenerationenspielplatzes. Wieso verunstalten Kinder einen Platz, der doch nur für sie angelegt worden ist? Dazu Ortsvorsteher Jan Paul: „Das sind nur Vereinzelte. Man muss hier an die Eltern appellieren, auf ihre Kinder einzuwirken, dass so etwas nicht mehr geschieht.“ Paul wies darauf hin, dass die Verunreinigungen nicht vorgekommen wären, wenn die Gemeinde den Spielplatz bereits eingezäunt hätte.

Im Januar hatte die Verwaltung ein Angebot für den Bau einer Umzäunung eingeholt, doch ausgeführt wurde der Auftrag noch nicht. Im Gespräch mit der Saarbrücker Zeitung berichteten Anwohner, die ihren Namen jedoch nicht genannt haben wollen, von Vorkommnissen aus der Hexennacht. So hatte einer am Abend mehrere Mädchen beobachtet, die mit Eierschachteln über den Spielplatz gezogen sind und die Halle bewarfen. Eine Anwohnerin berichtete von Jugendlichen, die „mit sieben, acht Eierkartons bewaffnet“ an ihrem Haus im Nelkenweg vorbei Richtung Spielplatz gingen. Ein Anwohner hatte Jugendliche beobachtet, die mit Gotcha-Farbpistolen auf die Mauer des Kindergartens schossen. Martin Walter, der am Samstagmorgen ebenfalls zu Schwamm und Eimer gegriffen hatte, meinte: „Wer so etwas beobachtet, sollte die Kinder und Jugendlichen auf ihr Fehlverhalten direkt ansprechen.“ dg

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