A8 Neunkirchen Richtung Saarlouis Zwischen AS Schwalbach/Schwarzenholz und AS Schwalbach Dauerbaustelle, Arbeiten am Mittelstreifen, linker Fahrstreifen gesperrt bis 28.10.2017 16:00 Uhr Zweiter Fahrstreifen auf Standspur eingerichtet. (26.05.2017, 13:53)

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Schneechaos auf A8 bei Merzig: Zwangspause für Lkw

Von SZ-Redakteurin Margit Stark

Merzig-Wadern. Die Leute vom DRK und vom Malteser Hilfsdienst trotzen über Stunden den Schneemassen und der Kälte, verteilen Decken, Brote, Wurst und über Stunden heißen Tee. Polizei und Feuerwehr unterstützen die ehrenamtlichen Helfer. „Für viele Fahrer, die seit Stunden in ihren Autos verbracht haben, war das eine Wohltat“, sagt DRK-Einsatzleiter Christian Thul gestern auf SZ-Anfrage. Für weit über 400 Lkw-Fahrer war wegen Unwetter „Petra“ im Saarland Schluss. Da Franzosen und Luxemburger bereits am frühen Nachmittag wegen der Schneefront ein Fahrverbot für Laster ab 7,5 Tonnen verhängten, reihten sich auf der A8 die Brummis aneinander. „Während die Fernfahrer noch die Möglichkeit hatten, sich in ihre Kabinen zu verziehen, mussten zig Fahrer von kleinen Transportern in der Kälte ausharren“, sagt Thul.

50 Helfer der Schneller Einsatzgruppe und Fernmelder der Mettlacher Feuerwehr leisten vom frühen Abend bis in den späten Vormittag hinein Akkordarbeit. „Wir haben uns die Sache aufgeteilt“, sagt Thul. „Die Schnelle Einsatzgruppe aus Saarlouis und Dillingen hat die Fahrer ab Rehlingen bis Merzig versorgt, wir aus dem Grünen Kreis zunächst die am Moselabstieg, danach die Leute an der Strecke zwischen Hilbringen und Schwemlingen. Zuvor hatten die Malteser die Strecke von der Abfahrt Borg bis zur luxemburgischen Grenze übernommen.“ „Gut 250 Brummi-Fahrer haben wir mit Brot, Wurst und heißem Tee versorgt“, zieht Malteser-Helfer Alexander Lion Bilanz.

Während sich die Lkw-Schlange gestern am späten Vormittag allmählich auflöst, da die Luxemburger kurz nach zehn Uhr die Grenzen für Laster wieder öffnen, fährt der Winterdienst vom Landesbetrieb für Straßenbau erneut die A8 ab, um die Fahrbahn komplett von Schnee zu befreien. „Da sich die Lkw ab Rehlingen bis zur Grenze nach Luxemburg stauten, räumten unsere Leute eine kleinere Spur frei“, sagt LfS-Pressesprecher Klaus Kosok. „Der Schnee konnte nicht an den Straßenrand geschaufelt werden, sonst wären die Lkw nicht mehr rausgekommen.“ 300 Tonnen Streugut, so rechnet er, seien verbraucht worden. Auch die Räumdienste der Städte und Gemeinden waren im Einsatz – ein Grund, warum es nur drei Unfälle im Kreis gab. Die Polizei spricht von Blechschäden.



Hintergrund

„Wir müssen dem Streugut jetzt schon Split beimischen“, sagt Beckingens Bauhofleiter Stefan Adam. Er argwöhnt, dass mit Nachlieferung von Streugut erst Mitte Januar gerechnet werden kann. Für manche Haushalte kann es in Sachen Streusalz eng werden. Überall in den Geschäften wurde – wenn nicht schon ausverkauft ist – der Vorrat knapp. Lieferungen blieben zum Teil im Schnee stecken. mst


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