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Schnelleres Internet soll kommen

Nachrichten aus der Region Saarbrücken.

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Heusweiler. Die Gemeindeverwaltung Heusweiler bemüht sich, in den unterversorgten Bezirken möglichst rasch für ein schnelles Internet zu sorgen. In weiten Teilen von Holz, Berschweiler, Obersalbach und Eiweiler gibt es noch keine Zugänge ins Internet mit Breitbandqualität, so dass die Bürger dort bei privater und beruflicher Nutzung eingeschränkt sind.

Die Gemeinde sieht sich nach Worten von Bürgermeister Thomas Redelberger (CDU) allerdings nicht in der Pflicht und auch finanziell nicht in der Lage, die Kabel als Auftraggeber selbst verlegen zu lassen. Der Breitbandmarkt sei ja schließlich geöffnet und der Wettbewerb etabliert, meint Redelberger.

So gebe es auf dem Markt acht Anbieter, die in der Lage seien, in Heusweiler die Versorgungslücken zu schließen. Nun kommt ein Fördertopf ins Spiel, den man im zentralen Flachland eher nicht vermuten würde, nämlich jener der „Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“. Dahinter verbirgt sich Geld, das die saarländische Staatskanzlei an Gemeinden ausschüttet, um das Internet zu ertüchtigen.

Die Summen werden nicht freihändig mit der Gießkanne vergeben, sondern im Zuge eines genau geregelten Verfahrens. Grob gesagt sieht dieses so aus: Bis Ende des Jahres schreibt die Gemeinde Heusweiler die acht Anbieter an und erfragt deren Bereitschaft zum Ausbau des Breitbandnetzes. Natürlich wäre der öffentlichen Hand am liebsten, wenn ein Unternehmen auf Basis eigener Wirtschaftlichkeitsberechnung einen Ausbau vornähme.

Eher zu erwarten ist aber die Situation, dass Deckungslücken durch öffentliches Geld aus der Förderkasse gefüllt werden müssen. Bis Ende Januar hofft Redelberger zu wissen, was die Unternehmen zu tun gedenken. Danach muss die Förderwürdigkeit der Baustellen bei der Staatskanzlei geprüft werden. Im April könnte der Heusweiler Gemeinderat entscheiden, welche Aufträge er vergibt – und ein bis zwei Jahre später könnte aus dem langsamen Internet ein schnelles geworden sein, wenn alles klappt.

Die Gemeinde lässt sich bei dem komplizierten Thema vom Zweckverband Elektronische Verwaltung für saarländische Kommunen beraten. Projektleiter Thomas Haböck sieht die Dinge auf einem guten Weg und empfiehlt zur Lektüre die Internetseite www.breitband-saarland. de.

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