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Schnelles Internet für Weiten

Nachrichten aus der Region Merzig.

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Am Freitag verschwindet ein weiterer weißer Fleck von der Landkarte der Internet-Breitbandzugänge: Im Mettlacher Ortsteil Weiten wird das Saarlouiser Telekommunikations- Unternehmen Inexio – dessen Wurzeln in Merzig liegen – sein neues Hochgeschwindigkeits-Ortsnetz in Betrieb nehmen, das Inexio-Kunden den Zugang zum weltweiten Datennetz mit Übertragungsraten von 100 Megabit/Sekunde (Mbit/s) sowie Festnetztelefonie ermöglicht.

Dabei sei Weiten in gewisser Hinsicht ein Ausnahmefall, erläutert Thorsten Klein, persönlich haftender Gesellschafter des Unternehmens: „Unserer primärer Ansatz ist, ein Netzzugang via Glasfaserkabel zu bieten.

Die einzige Ausnahme im Kreis Merzig-Wadern ist derzeit Weiten, weil der Ort zu weit von unserer existierenden Haupttrasse entfernt liegt.“ Daher stelle Inexio – dessen Gründer David und Tobias Zimmer aus Merzig stammen – für Weiten das Breitband- Internet über eine Richtfunkstrecke sicher. Mit der Inbetriebnahme des Weitener Netzes setzt die Saarlouiser Firma ihr kontinuierliches Wachstum fort, das im Landkreis vor rund drei Jahren seinen Anfang nahm. „Die erste Orte, die wir damals im Landkreis mit Breitband-Internet versorgen konnten, waren Nohn, Bethingen und Wehingen“, sagt Klein.

Inexio greift dabei auf die vom Unternehmen selbst geschaffene Glasfaser-Infrastruktur zurück: den so genannten Saarlandring, der Ende 2010/Anfang 2011 fertig gestellt werden konnte. „Dieser Saarlandring verläuft vor allem im nördlichen Bereich zu großen Teilen durch den Kreis Merzig-Wadern“, erläutert Klein. Derzeit sei Inexio dabei, den Ring zu einem engmaschigen „Spinnennetz“ zu komplettieren. Von diesem Basisnetz werden die Zuleitungen in die einzelnen Orte, denen Inexio zu einer schnellen Internetverbindung verhilft, abgezweigt.

Wobei das Unternehmen bei seiner Expansion durchaus strategisch vorgeht, erläutert Firmengründer David Zimmer: „Wir bauen dort ein hochwertiges Breitband-Netz aus, wo die Versorgung bisher unterentwickelt ist, und versuchen dafür unsere Kunden langfristig an uns zu binden.“ Diese klare strategische Ausrichtung setze auch Grenzen, denn man vermeide es bewusst, in lokale Märkte zu gehen, wo die Konkurrenz zu stark sei. Und das sei im Saarland nicht selten so, sagt Thorsten Klein: „Das Saarland ist grundsätzlich ganz gut versorgt.“

Darum werde Inexio vorerst nicht anstreben, in den größeren Ballungsräumen des Landes sein Breitband-Angebot zu vermarkten. „Wir gehen lieber in die kleineren, schlecht versorgten Orte, weil die für die Konkurrenz eher uninteressant sind“, sagt David Zimmer. Knapp 20 Orte im Kreis verfügen über ein Inexio- Netz, bei rund einem Dutzend weiterer laufen die Verhandlungen mit den Kommunen beziehungsweise die Bemühungen, vor Ort eine ausreichende Zahl von Interessenten zu gewinnen. Wobei das Saarland nach den Worten der Inexio-Vertreter der weniger bedeutsame Markt für das Unternehmen ist: In Rheinland-Pfalz gebe es noch viele weiße Flecken bezüglich der Breitband-Versorgung, hier sei die Firma sehr stark engagiert.

Thorsten Klein: „Man muss immer auch bestrebt sein, wichtige Geschäftskunden zu akquirieren.“ Dafür sei Inexio dank des Saarlandringes auch „exzellent“ positioniert und sieht sich dank seiner Netzstruktur gut gerüstet. David Zimmer: „Wir verfügen über eine durchgängige Glasfasertrasse entlang der Mosel von Perl bis Koblenz.“ Außerdem stelle Inexio die kürzeste Verbindung mit Glasfaser zwischen den Finanzmetropolen Luxemburg und Frankfurt zur Verfügung. Daher sehen die Verantwortlichen die Firma weiter auf Wachstumskurs. Thorsten Klein: „Unsere langfristige Strategie sieht vor, dass wir uns auch über die Landesgrenzen von Rheinland-Pfalz und dem Saarland hinaus engagieren.“ Dafür werde Inexio gegebenenfalls bereits vorhandene Glasfasernetze aufkaufen. Und: Nach Kleins Worten werde Inexio zu seinen bislang über 100 Mitarbeitern bis Ende September „noch zehn bis zwölf weitere“ neu einstellen.

Im Internet: www.inexio.net www.myquix.de

 
Christian Beckinger

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