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Schonzeit für Saar-Füchse: Streit geht weiter

Saarbrücken. Vor der Veröffentlichung des Jagdgesetzentwurfes ist im Saarland der Streit zwischen Landesregierung und Tierschützern auf der einen Seite, und der Vereinigung der Jäger des Saarlandes (VJS) auf der anderen Seite eskaliert.

Landesjägermeister Andreas Schober kritisiert auf der VJS-Homepage das Umweltministerium. „Die Mitteilung des Umweltministeriums, wonach die Füchse im Saarland weniger geworden seien und im Bundesgebiet hingegen mehr, muss als reine Propaganda bewertet werden“, sagte Schober.
Zugleich griff Schober die zentrale Wildtierauffangstation der Tierschutzstiftung Saar massiv an. Wenn dort weniger Füchse als im Vorjahr gezählt würden, sei das zu begrüßen. „Dann werden dort auch weniger Tiere gequält, dann erhalten dort weniger Tiere eine Fehlprägung auf den Menschen und es haben rein strafrechtlich gesehen weniger Fälle von Wilderei stattgefunden“, so der Landesjägermeister.

Staatssekretär Klaus Borger (Grüne), der bis 2009 Chef des Ökologischen Jagdverbandes (ÖJV) war, begründet den Rückgang der Fuchszahl im Saarland mit Beobachtungen der Jäger und dem Rückgang der Anzahl der bei der Wildtierauffangstation abgegeben Jungfüchse. „Diese Beobachtungen zeigen, dass die im vergangenen Jahr im Saarland eingeführte halbjährliche Schonzeit für Füchse nicht zu einer von Kritikern der Schonzeit prophezeiten Fuchsschwemme geführt hat“, so Borger.

Fuchs-Experte Hartmann Jenal von der Gruppe Wildtier- und Artenschutz (Witas) bestätigte dies. „Die Tiere reagieren darauf, dass es keine Verluste mehr gibt“, so Jenal. Die Jäger wollten aber „ihren Spaß“, deshalb seien sie gegen die Schonzeit. dik
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