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Schreckensbotschaft: Weitere 500 Jobs bei Saargummi weg

Saargummi in der Krise: Oskar Lafontaine fordert vom Land konkrete Unterstützung

Saargummi in der Krise: Oskar Lafontaine fordert vom Land konkrete Unterstützung

Wadern-Büschfeld. Als "Schreckensbotschaft für die Beschäftigten und die Region" bezeichnete die Landtagsabgeordnete Anke Rehlinger (SPD) die Ergebnisse einer Betriebsversammlung, die am vergangenen Samstag bei Saargummi im Waderner Stadtteil Büschfeld hinter verschlossenen Türen stattfand.

Der Autozulieferer mit einst 1200 Mitarbeitern ist bereits auf 910 Beschäftigte geschrumpft. Die Geschäftsleitung will nun den Personalbestand auf 400 Mitarbeiter herunterfahren. Das saß am Samstag wie ein Schock. Betriebsratsvorsitzender Arno Dühr sagte, die Beschäftigten seien auch nicht gewillt, einen geforderten Lohnverzicht von 20 Prozent hinzunehmen. Der Betriebsrat werde eigene Vorstellungen unterbreiten.

Die Gewerkschaft IG BCE wirft dem Unternehmen vor, den Standort kaputtzumachen, um die Produktion nach Tschechien und Spanien auszulagern. Gewerkschaftsmann und Saargummi-Mitarbeiter Raimund Greuter ist geschockt: "Das Saargummi-Werk sollte auch mal der Arbeitsplatz unserer Kinder sein."

Es könne nicht angehen, dass ein Betrieb mit gesicherter Auftragslage wie das Saargummi-Werk aufs Spiel gesetzt werde, weil sich die Geschäftsleitung des Investors mit dem Kaufpreis eine zu hohe Zinslast auferlegt habe, sagte Rehlinger. Von der Werksleitung lag gestern keine Stellungnahme vor. fs/owa

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