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Schrottautos in Burbach sollen weg

Einer von vielen Altautohändlern in der Fenner Straße in Burbach. Foto: Becker&Bredel

Einer von vielen Altautohändlern in der Fenner Straße in Burbach. Foto: Becker&Bredel

Der Handel mit uralten Autos und Autoteilen ist grundsätzlich nicht ehrenrührig. Vermeintliche Schrottkisten bekommen nach Aufarbeitung wieder eine Tüv-Plakette, und was in Deutschland trotz höchster Kfz-Handwerkskunst nicht mehr vermarktbar ist, findet in Übersee dankbare Neubesitzer.

Das Problem aus Saarbrücker Sicht: Dieser Geschäftszweig, dem vor allem Kleinstbetriebe nachgehen, konzentriert sich in auffälliger Weise auf Burbach . Geschätzt über ein Dutzend Altauto-Händler und -verwerter haben sich in der Fenner Straße, Gerhardstraße, Pfaffenkopfstraße und Jakobstraße angesiedelt und gelten in ihrer Häufung und in der Gesamtschau als „Problem“ für den Umweltschutz und für das Stadtbild.

Was auch daher rührt, dass auf den Burbacher Straßen und Plätzen überdurchschnittlich viele nicht zugelassene Fahrzeuge abgestellt werden. Die Polizei bestätigt den Eindruck, dass zwei Drittel aller in Saarbrücken illegal stehenden Altautos in Burbach und Malstatt angetroffen werden. Nach Auskunft der Stadtverwaltung nehmen die Beschwerden der Bürger wegen solcher Vergehen seit 2013 stark zu. Das Ordnungsamt verstärkte deshalb die Kontrollen und ließ allein 2013 in der Fenner Straße 47 Schrottautos entfernen, und zwar auf Grundlage des Abfallwirtschaftsgesetzes. Im letzten Jahr waren es nach Auskunft von Stadtsprecher Thomas Blug 27 Autos. Wobei es in den seltensten, nämlich drei Fällen, gelungen sei, Personen als Verursacher haftbar zu machen und anzuzeigen. In einem Antrag der SPD-Stadtratsfraktion an die Verwaltung heißt es nun, sie möge doch bitte ein Konzept erstellen, „um dauerhaft das Problem der vielen Schrottplätze in Burbach zu lösen, in den betroffenen Bereichen Ordnung zu schaffen und eine Einschränkung der Zahl entsprechender Plätze zu erreichen, möglichst unter Einbeziehung der Grundstückseigentümer“. Wie genau diese anspruchsvolle Aufgabe zu lösen sein könnte, weiß die SPD zugegebenermaßen selbst nicht.

Was dem Auge missfällt, muss noch lange nicht Umweltgesetzen widersprechen, Gewerbe- und Niederlassungsfreiheit können nicht so einfach unter Berufung auf ein hübsches Ortsbild außer Acht gelassen werden. Fraktionsgeschäftsführer Simon Musekamp erinnert sich, dass es bereits 2013 eine „konzertierte Aktion“ von Polizei , Ordnungsamt und Stadtplanungsamt gegeben habe, um den unübersichtlichen Markt der Schrotthändler und Schrottsammler zu kontrollieren. Seither ist nach Worten von Musekamp aber „wenig passiert“, so dass ein neuer Vorstoß angebracht sei. Heute berät bereits der Bauausschuss des Stadtrates darüber.
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