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Schülervertretung kritisiert Inklusion: "Förderschulen müssen bleiben"

Die Gesamtlandesschülervertretung des Saarlandes (GLSV) begrüßt die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention an Schulen, kritisiert jedoch, dass die dafür notwendigen Rahmenbedingungen nicht geschaffen würden. „Förderschulen sollten mit ihren kleinen Klassen, dem gut angepassten Unterricht und einem ausgeprägten Lehrer-Schüler-Verhältnis als Vorbild für die Regelschulen dienen. Stattdessen wird dieser Gedanke verworfen und darauf gehofft, dass der Unterricht von Schülern mit und ohne Benachteiligung in einem Raum alle Probleme in Luft auflösen wird“, teilt GLSV-Vorsitzender Florian Weimann mit. So werde die Inklusion zur Sparmaßnahme „und letztendlich werden nur Verlierer daraus resultieren“.

Die Schülervertreter befürchten Qualitätseinbußen beim Unterricht: „Die meiste Aufmerksamkeit des Lehrers gilt zukünftig dem benachteiligten Schüler, was Abstriche in der Unterrichtsqualität bedeutet, und das alles schon im Primarbereich.“ Die Situation verschärfe sich, wenn wie geplant 588 Lehrerstellen bis 2020 eingespart werden. Zudem fürchtet die GLSV, dass sich Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf an Regelschulen ausgeschlossen fühlen könnten: „Denn wenn man auf die Hilfe eines Integrationshelfers angewiesen ist, wenn man einen eigenen Lehrplan befolgt, weil man mit dem Stoff der vermeintlich ,anderen’ nicht mitkommt (. . .), gehört man eben nicht dazu.“

Die GLSV spricht sich für den Erhalt der Förderschulen aus. Diese sollten gestärkt werden und mit Regelschulen kooperieren, „um das bestehende integrative System zu stärken“. Weimann bezeichnete es zudem als unzureichend, dass Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf aktuell an den Regelschulen nur mit je 1,5 Stunden pro Woche von einem Förderschullehrer unterstützt werden. Die heutige Situation und die Inklusion ermöglichten nicht die gleiche Chance auf Bildung für Schüler mit und ohne Benachteiligung. Weimann: „Es muss ein neuer Weg eingeschlagen werden, und der führt nicht über Sparmaßnahmen!“ red

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