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Schüsse auf Bekannten: 5 Jahre Haft für 36-Jährigen

Saarbrücken. Das Landgericht hat gestern einen 36-jährigen Autohändler wegen gefährlicher Körperverletzung und unerlaubten Waffenbesitzes zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren Haft verurteilt. Zudem wurde für den drogensüchtigen Angeklagten die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt angeordnet. Dem Opfer wurde ein Schmerzensgeld von 50 000 Euro zugesprochen. Das Urteil ist rechtskräftig.

Über das Geschehen am frühen Morgen des 15. Oktober 2010 in der Wohnung des Opfers im Nauwieser Viertel gibt es verschiedene Versionen. Fest steht, dass der Angeklagte zwei Schüsse aus einer Beretta mit Schalldämpfer auf das Opfer abfeuerte. Ein Schuss in den Rücken durchschlug Lunge und Speiseröhre und blieb in der Leber stecken. Ein anderer Schuss ging in die Brust. Der schwer verletzte Mann bat seinen Freund, ihn nicht zu töten, er solle an seine Kinder denken. Tatsächlich ließ der Angreifer von ihm ab, alarmierte den Notarzt und verließ die Wohnung. Als die Polizei am Tatort war, kam der Angeklagte hinzu und tat so, als ob er zufällig vorbeigekommen wäre. Aber die Beamten sahen unter dem Beifahrersitz seines Autos die Waffe. Er wurde festgenommen, das Auto beschlagnahmt. Bei der Polizei weigerte er sich, seine Hände auf Schmauchspuren untersuchen zu lassen. Beim Bundeskriminalamt wurde die Kleidung des Opfers untersucht. Die dort anhaftenden Spuren sprechen dafür, dass sie von der Munition der Tatwaffe stammen.

Die beiden Männer kannten sich seit ihrer Schulzeit. Beide nehmen Drogen. Offenbar ging es um eine Meinungsverschiedenheit wegen einer Plantage mit Cannabispflanzen, die sie gemeinsam in Saarbrücken angelegt hatten. jht
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