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Schüsse im Merziger Stadtpark: Zwei Jugendliche verletzt

In der vergangenen Woche ist ein Mädchen am Auge verletzt worden, als plötzlich im Merziger Stadtpark Schüsse fielen. Ein Junge wurde am Arm getroffen. Jetzt sprachen die Jugendlichen mit der SZ.

Merzig. Am späten Dienstagabend der vergangenen Woche sind im Merziger Stadtpark zwei Jugendliche durch Schüsse verletzt worden. Bettina H. (Namen der Jugendlichen geändert, sie sind der Redaktion bekannt) aus Beckingen, 15 Jahre, wurde durch ein Geschoss am Auge verletzt, ihr Freund, der 17-jährige Thomas M. aus dem rheinland-pfälzischen Nieder-Olm bei Mainz, am rechten Unterarm getroffen.

Wie Dietmar Brausch von der Polizeibezirksinspektion Merzig auf Anfrage der SZ mitteilte, sei die Tat gegen 21.50 Uhr erfolgt. „Alle Anwesenden – sowohl die Verletzten als auch umstehende Zeugen – waren sich einig, zwei Schüsse gehört zu haben, die kurz aufeinander folgend gefallen sind“, erläuterte Brausch die näheren Tatumstände.

Ermittlungen dauern an
Die Ermittlungen liegen jetzt beim Kriminaldienst der Polizei Merzig und dauern derzeit noch an. Jetzt haben die Jugendlichen, die an diesem Abend in einer Gruppe unterwegs waren, die SZ besucht und über ihre Sicht der Ereignisse gesprochen. Außer Bettina und Thomas waren es noch Udo M., der 13-jährige Bruder von Thomas, und Wiebke N., aus Merzig, 15 Jahre. „Wir waren den ganzen Tag zusammen hier in Merzig mit noch einer Freundin in einem Billardcafé beim Rathaus“, erzählt Bettina.

Abends habe man sich dann, um sich zu unterhalten, im Merziger Stadtpark beim Klettergerüst am Kinderspielplatz gesetzt. „Kurz nachdem wir uns gesetzt hatten, habe ich einen Stich am rechten Auge gespürt. Dann bin ich aufgesprungen, habe mich nach vorne gebeugt und geschrien“, erinnert sich Bettina H. an den Schreckmoment. Laut Mitteilung der Polizei waren sich die Betroffenen und anwesenden Zeugen sicher, zwei kurz aufeinander folgende Schüsse gehört zu haben.

„Ich bin dann zu dem Toilettenhaus am Seffersbach gegangen, um mir mein Auge anzusehen und es auszuwaschen. Da habe ich dann im Spiegel bemerkt, dass unter dem linken Augenlid ein Projektil steckte“, sagt Bettina. Es seien aber, so Bettina weiter, bereits bevor sie selbst getroffen wurde, „schon so etwas wie Schüsse“ gefallen. Die beiden Schüsse, die zu den Verletzungen geführt haben, müssen aus Richtung des Parks im Bereich der Saline, des Brunnens oder des Pavillons an der L174 gekommen sein, so die Vermutung der ermittelnden Polizeibeamten. Geschossen wurde vermutlich aus einer Luftdruckwaffe mit so genannten Diabolo-Projektilen, 4,5 Millimeter im Durchmesser.

Ins Krankenhaus gebracht
Bettina wurde angesichts ihrer Verletzung vorsorglich in die Augenklinik des Winterbergkrankenhauses nach Saarbrücken gebracht. „Ich bin dort für eine Nacht geblieben, man hat Untersuchungen an meiner Netzhaut gemacht, und am nächsten Morgen bin ich auch schon wieder entlassen worden“, erzählt Bettina. 

Thomas M., der fast zeitgleich mit der Verletzung seiner Freundin auch einen Schmerz am rechten Unterarm verspürte, erlitt laut Polizei eine „runde Rötung“ am Unterarm, die aufgrund ihrer Größe von einem Diabolo-Geschoss stammen könnte. „Wir glauben, dass einfach nur so geschossen wurde. Bei uns im Umkreis hat keiner gesessen“, erzählt Thomas.

Waren die Schüsse gezielt abgegeben worden?
Allerdings ist er sich nicht ganz sicher, ob man nicht doch willkürlich auf die Gruppe geschossen haben könnte, da es ja zwei Verletzte gegeben und man durch Rufen auf sich aufmerksam gemacht habe. Sein Bruder Udo ergänzt: „Es war ja auch alles im Dunkeln, da, wo wir gesessen haben.“ Für Bettina indes steht fest: „Spät am Abend werde ich da bestimmt nicht mehr hingehen, tagsüber ist es ja nicht so schlimm.“

Hinweise an die Polizei unter Tel. 06861 7040.






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