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Schulleiter-Kongress: Saar-Regierung will Ganztagsschulen

Saarbrücken. 130 Schulleiter sind gestern ganz nah am Puls der Zeit gewesen – zumindest am Puls der schwarz-gelb-grünen Landesregierung. Die entscheidet heute im Ministerrat über die Eckpunkte zum Ausbau der gebundenen, also der verpflichtenden Ganztagsschule. Dieser Ausbau ist im Koalitionsvertrag von CDU, FDP und den Grünen vereinbart worden. Die Schulleiter erfuhren gestern während eines Kongresses in der Europäischen Akademie in Otzenhausen von Bildungsminister Klaus Kessler (Grüne), dass vor den Herbstferien ein Kriterienkatalog für die Erweiterung des Angebotes ab dem kommenden Schuljahr vorliegen soll. Kessler betonte gestern vor den Pädagogen noch einmal auch die im Koalitionsvertrag vereinbarte Wahlfreiheit der Eltern zwischen Halbtags- und Ganztagsschulen. Und er setzt auch im Lehrerkollegium auf Freiwilligkeit: Ein deutliches Ja der Gesamtkonferenz einer Schule ist für ihn Voraussetzung für den Aufbau einer gebundenen Ganztagsschule: „Zwang von oben in der Startphase wäre der falsche Weg“, sagte Kessler.

Interesse an Ausbau bekundet

Das Ministerium antwortete am Nachmittag auf Anfrage, dass bereits einige Schulträger und Schulen ihr Interesse an einem Ausbau bekundet hätten. Perspektivisch sei es das Ziel Kesslers, dass „jeder Landkreis in jeder Schulform über mindestens eine gebundene Ganztagsschule verfügt“. Aussagen zum finanziellen Engagement der Landesregierung und der geplanten Personalisierung machte das Ministerium nicht.

Margit Knaack vom zuständigen Ministeriumsreferat erläuterte den Schulleitern bereits am Vormittag, dass die gebundene Form der Ganztagsschule im Saarland viertägig werden soll. Die Kultusministerkonferenz sieht drei Tage als Minimum vor (siehe Infokasten). Zu dem Konzept gehören nach ihren Angaben unter anderem Vorgaben für Raumplanung, pädagogische Ausgestaltung und ein Mittagessen, das sich an Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung orientieren soll.


Auf einen Blick

Die Konferenz der Kultusminister der Bundesländer unterscheidet bei der Ganztagsschule drei Typen:

In der voll gebundenen Form sind alle Schüler verpflichtet, an mindestens drei Wochentagen für je mindestens sieben Zeitstunden an den ganztägigen Angeboten der Schule teilzunehmen.

In der teilweise gebundenen Form verpflichtet sich ein Teil der Schüler an mindestens drei Wochentagen für jeweils mindestens sieben Zeitstunden die Angebote zu besuchen.

In der offenen Form können Schüler auf Wunsch teilnehmen. red

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