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Schulranzen: Das raten Kinderärzte und Krankenkasse

Am Montag in einer Woche, 19. August, beginnt im Saarland das neue Schuljahr. Vor allem für Erstklässler ist dabei die Frage nach dem richtigen Schulranzen sehr wichtig. Um die Gesundheit und Sicherheit der Kinder zu gewährleisten, müssen beim Kauf des Ranzens verschiedene Faktoren bedacht werden. Die AOK Rheinland-Pfalz/Saar rät, zunächst darauf zu achten, dass sich genügend Reflektoren an dem Ranzen befinden. Der Hinweis „DIN 58124“ stellt dies sicher. Prinzipiell sollten die Tüv- und GS-Zeichen vorhanden sein. Zu empfehlen seien außerdem durchgehend gepolsterte, stufenlos verstellbare Schulterträger mit einer Breite von mindestens vier Zentimetern. Der leere Ranzen sollte zudem nicht mehr als eineinhalb Kilo wiegen.

Dr. Karl Stiller, Vorsitzender des Berufsverbandes Kinder- und Jugendärzte im Saarland, merkt auf SZ-Anfrage an, dass das Gewicht gar nicht unbedingt ausschlaggebend sei. Grundsätzlich würde ein Fassungsvermögen von höchstens 20 Litern empfohlen und das Maximalgewicht für den vollen Schulranzen sollte zehn Prozent des Körpergewichtes des Kindes nicht überschreiten. Man könne aber allein vom Gewicht eines Kindes nicht auf dessen Körperbau und Muskelmasse schließen.

Um Haltungsschäden und Rückenprobleme zu vermeiden, sei es daher vor allem erforderlich, auf die richtige Tragweise des Schulranzens zu achten: „Wichtig ist, dass der Ranzen mittig getragen wird und nicht seitlich über eine Schulter hängt“, so Stiller. Umhängetaschen seien daher für Schulkinder ungeeignet. Außerdem sollten schwere Gegenstände möglichst nahe zum Rücken hin eingepackt werden. „Wegen der Hebelwirkung“, erklärt Stiller. Der Arzt rät zu Ranzen mit möglichst vielen einzelnen Innenfächern, damit diese entlastende Ordnung aufrecht erhalten werden kann.

Die AOK erklärt, dass auch die seit einigen Jahren in Mode gekommenen Trolleys keine gute Alternative seien. Beim Tragen über Treppen hinweg stellen diese eine stärkere Rückenbelastung dar als ein normaler Ranzen. Aber grundsätzlich gelte, so die Krankenkasse, dass zur Vermeidung von Rückenproblemen nicht nur die Wahl des Ranzens entscheidend sei, sondern auch eine starke Rückenmuskulatur. Neben sportlichen Aktivitäten sorgen dafür auch gelegentliches Toben und Spielen. elb
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