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Schulreform: Bildungsminister legt Modell vor

Saarbrücken. Bildungsminister Klaus Kessler (Grüne, Foto: ddp) hat der Opposition zur Leistungsdifferenzierung in der geplanten Gemeinschaftsschule vor einer Woche ein „Orientierungsmodell“ vorgelegt. Dieses soll für mehr Verbindlichkeit sorgen und setzt – wie von SPD und Linken verlangt – etwas mehr auf Binnendifferenzierung statt auf die frühe Trennung der Kinder nach verschiedenen Leistungsniveaus. Von dem Modell, das der SZ vorliegt, soll nur „auf Beschluss der Schulkonferenz“ und „im Benehmen mit der Schulaufsichtsbehörde“ abgewichen werden.

Das Modell sieht im Unterschied zu den bisherigen Plänen der Koalition für das Fach Deutsch in Klasse 7 und in den Naturwissenschaften auch noch in Klasse 8 den Unterricht im Klassenverband als Regelform vor. Bisher war eine solche Regel gar nicht vorgesehen. In Klasse 9 soll in den Hauptfächern die – von der Kultusministerkonferenz als „Mindestdifferenzierung“ vorgeschriebene – Differenzierung nach zwei statt nach drei Lernniveaus als Regelform praktiziert werden. Die Koalition ist damit ein Stück weit der Forderung der Linken nachgekommen, einen „Vorrang für binnendifferenzierten Unterricht“ festzustellen. Allerdings kann dieses „Orientierungsmodell“ den Koalitionsplänen zufolge jederzeit von der Schulkonferenz, in der Lehrer, Eltern und Schüler vertreten sind, konterkariert werden. Zwar müsste die Schulkonferenz die Schulaufsichtsbehörde anhören, wenn sie vom „Orientierungsmodell“ abweichen will.

Sie könnte sich dann aber über ein ablehnendes Votum der Behörde hinwegsetzen, weil sie nur ein „Benehmen“ mit dieser, aber kein „Einvernehmen“ herstellen müsste. Im Übrigen ist fraglich, ob die Koalition bereit ist, ihr „Orientierungsmodell“ – wie von der Linken gefordert – gesetzlich festschreiben. Die Chefin der Gesamtlandeselternvertretung (GLEV), Waltraud Andruet (Foto: Privat), appellierte an Koalition und Linke, ernsthaft weiterzuverhandeln. Dabei komme es darauf an, den Weg frei zu machen für längeres gemeinsames Lernen, kleinere Klassen und weniger Unterrichtsausfall. nof

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