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Schweinegrippe auf dem Rückzug

Saarbrücken. Eine Woche nach Beginn des neuen Schuljahres ist die Zahl der Schweinegrippe-Fälle im Saarland nicht, wie befürchtet, angestiegen. Im Gegenteil: Die Zahlen seien stark rückläufig, sagt Stephan Kolling, Sprecher des Gesundheitsministeriums. Derzeit gäbe es im Saarland acht Verdachtsfälle. Seit Auftreten der Schweinegrippe hätten sich 223 Saarländer mit dem Virus A (H1N1) infiziert, 25 davon autochthon, das heißt, die Patienten haben sich innerhalb des Saarlandes angesteckt.

Einzig an einem Gymnasium im Saarpfalz-Kreis gäbe es bisher einen Fall von Schweinegrippe. Die Leiterin des Gesundheitsamtes in Homburg, Sigrid Thomé-Granz, berichtet, ein Mädchen aus der sechsten Klasse sei am vergangenen Mittwoch nach der Schule mit grippeähnlichen Symptomen nach Hause gekommen. Die Eltern hätten ihre Tochter sofort von einem Arzt untersuchen lassen. Noch am Abend habe das Gesundheitsamt mit der Schulleitung Kontakt aufgenommen, berichtet Thomé-Granz. Die Eltern der Mitschüler wurden informiert und gebeten, auf Grippe-Symptome bei ihren Kindern zu achten. Bisher seien jedoch keine weiteren Fälle in der Klasse aufgetreten. Wo das Mädchen sich angesteckt hat, konnte Thomé-Granz nicht sagen.

Zum Ende der Ferienzeit wurden die Schulen vom Kultusministerium auf die Gefahren einer Pandemie (länderübergreifende Grippeausbreitung) vorbereitet. Um eine Ausweitung der Schweinegrippe zu verhindern, seien Schreiben mit Hygienehinweisen an die Schulen verschickt, bestätigt Herbert Möser, Vorsitzender des Saarländischen Lehrerinnen- und Lehrerverband. Auch seien die hygienischen Standards, wie Waschbecken, Seifenspender und Papierhandtücher überprüft worden. Für die Grundschüler gäbe es spezielle Bilderfolgen, die ihnen das richtige Händewaschen erklären.

Ältere Schüler seien von ihren Lehrern aufgeklärt worden. So soll zum Beispiel nicht in die Hand geniest werden, sondern lieber in den Ärmel, intensive Umarmungen sollten vermieden und regelmäßig die Hände gewaschen werden. Die Lehrer seien angehalten worden, auf die Hygiene ihrer Schüler zu achten. „Es ist wichtig, dass Lehrer ihren Schülern ein paar Minuten ihrer Unterrichtsstunde zur Verfügung stellen, damit sie sich nach der Pause gründlich die Hände waschen können“, sagt Möser. Zudem hat das Ministerium vorgefertigte Schreiben für Eltern an die Schulen versandt. Eltern wird dort mitgeteilt, dass sie bei Verdacht einer Schweinegrippe-Infektion sofort zu einem Arzt gehen und die Schule über den Krankheitsverlauf informieren sollen.
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