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Schweineseuche tötet Hund in Luxemburg

Von SZ-Redakteur Gerhard Franz

Saarbrücken. Eine Schweineseuche mit dem Namen Aujeszkysche Krankheit (AK) ist in der Großregion Saar-Lor-Lux offenbar auf dem Vormarsch. Wie die Tageszeitung „Luxemburger Wort“ meldet, soll ein Hund aus dem Großherzogtum an der Schweineseuche eingegangen sein. Bei ihrer Meldung bezieht sich die Tageszeitung auf eine Information des Internationalen Tierseuchenamtes in Paris. Demnach soll der Hund aus dem Ort Helmdingen Kontakt mit Wildschweinen gehabt haben. Welcher Rasse der tote Hund angehörte, ist nicht bekannt.

Nach Auskunft des Vorsitzenden der saarländischen Tierärztekammer, Dr. Arnold Ludes, kommt die Nachricht über die Aujeszkysche Krankheit in Luxemburg höchst überraschend. Denn, so Ludes: „Diese Krankheit der Schweine gilt bei uns seit bestimmt zehn Jahren als ausgerottet.“ Vor allem für Hunde sei eine AK-Infektion tragisch. „Der Hund stirbt daran, das ist unheilbar“, so Ludes.

Wer im Internet nach Erkenntnissen über die Aujeszkysche Krankheit sucht, findet schnell heraus, dass es sich hier um eine Infektion mit einem Herpes-Virus handelt, das viele Tierarten befällt, jedoch Menschen und Primaten verschont. Selbst Schweine oder Wildschweine, die im Erwachsenenalter infiziert werden, sterben nicht daran, bleiben aber Träger des Virus, das sie auch nach langer Zeit noch ausscheiden.

Der Kontakt mit infizierten Schweinen oder der Verzehr von infiziertem Schweinefleisch ist für jeden Hund verhängnisvoll.  Nach einer kurzen Inkubationszeit zeigen sich beim Hund Symptome, die denen der Tollwut ähneln; nach zwei bis drei Tagen, wenn das zentrale Nervensystem befallen ist, geht er in der Regel an Atemlähmung ein. Auch eine Impfung gegen die Aujeszkysche Krankheit für den Hund gibt es nicht.

Wegen dieser brutalen Infektionsfolgen empfehlen Veterinäre, dem Hund kein rohes Schweinefleisch oder rohe Schweineknochen zu füttern. Nur in gegartem Zustand seien diese Produkte unbedenklich.

Hinweise auf die Aujeszkysche Krankheit in unserer Region gab es schon kürzlich in der Zeitschrift „Hund & Jagd“, in der der Tod einer Deutsch-Drahthaar-Hündin untersucht wurde, die sich im Januar 2009 bei der Nachsuche auf Schwarzwild mit AK infiziert hatte. In diesem Aufsatz hieß es, dass in der Eifel im Zeitraum von 1996 bis 2000 mehr als 950 Wildschwein-Proben auf das AK-Virus hin untersucht worden seien. Dabei seien 11,4 Prozent von ihnen positiv ausgefallen. In diesem Jahr gab es auch in Frankreich bereits AK-Alarm, als im September die Seuche in den westlichen Pyrenäen in einer Schweinemast und einem Ferkelerzeugerbetrieb ausbrach.

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