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Schwere Explosion zerstört Haus

Die Feuerwehr war mit insgesamt 40 Einsatzkräften aus drei Löschbezirken und mit Unterstützung der Bosch-Werksfeuerwehr im Einsatz. Der Zugang zur Gebäuderückseite gestaltete sich dabei schwierig.

Die Feuerwehr war mit insgesamt 40 Einsatzkräften aus drei Löschbezirken und mit Unterstützung der Bosch-Werksfeuerwehr im Einsatz. Der Zugang zur Gebäuderückseite gestaltete sich dabei schwierig.

Eine schwere Explosion hat am Freitagmittag (27.01.2017) in der Martinstraße in Homburg (Nähe Bosch-Gelände) ein Wohnhaus zerstört.


  Die Explosion schleuderte laut Angaben der Polizei einen 86-jährigen Bewohner des Hauses auf die Straße. Dabei wurde er schwer verletzt. 

Gefahr weiterer Detonationen besteht nicht mehr. Die Ursache ist noch unklar. Möglicherweise wurde die Explosion durch Gas verursacht.

Rettungsdienste, Feuerwehren und Polizei waren vor Ort im Einsatz.

#Explosion EFH #Homburg, 86 Jähriger schwer verletzt, Brand gelöscht,Ursache noch unklar,keine Gefahr weiterer Explosionen #PolizeiSaarland

— Polizei Saarland (@PolizeiSaarland) 27. Januar 2017
 

Explosion erschüttert Erbach 

Das Haus brannte, es qualmte stark, und vor der Haustür lag der schwerverletzte alte Mann, den eine Nachbarin betreute“, schildert er die Situation zu Beginn der Löscharbeiten an einem Wohnhaus, dessen Explosion den Einsatzkräften gegen 12.30 Uhr gemeldet worden war.

Die Scheiben an dem Haus waren geborsten, Splitter lagen noch 15 Meter von den Fenstern entfernt auf der Straße. Der Wagen des Mannes parkte im Vorgarten, in dem Sperrmüll die Zufahrt zur eigentlichen Garage unmöglich machte. Der Rettungsdienst des Roten Kreuzes aus Homburg war vor Ort, Notarzt und Rettungsassistenten kümmerten sich um den 86-Jährigen, der mit schweren Verletzungen sofort ins Uniklinikum gebracht wurde. Ein weiterer Rettungswagen der Feuerwehr Neunkirchen war in Bereitschaft.

Die Feuerwehr löschte mit 40 Einsatzkräften aus drei Löschbezirken und mit Unterstützung der Bosch-Werksfeuerwehr den Brand, was nicht so einfach war. Über Nachbargärten suchten sich die Feuerwehrmänner Zugang zur Gebäuderückseite, ein Zaun musste aufgeschnitten werden, auch nach 30 Minuten qualmte es noch stark. Nashan und Brandinspekteur Uwe Wagner sahen sich einer Messi-Wohnung gegenüber, auch in der Garage und vor dem Haus türmten sich Berge von Müll und Gerümpel. 

Nachbarn erzählten von ihrem Nachbarn als einem gehbehinderten ehemaligen Bergmann, der allein nicht mehr gut zurechtgekommen sei. Er habe aber nur wenig Hilfe angenommen, obwohl persönlicher Kontakt zu den Bewohnern in den Nachbarhäusern bestanden habe. Vor einigen Tagen habe er erst nach einem Sturz kurz um Hilfe gebeten, doch seine Wohnsituation zu ändern, sei nicht in Frage gekommen, sagt eine Frau, deren Haus an die Unglücksstelle grenzt. Immer wieder habe man es angesprochen, doch nach dem Tod der Ehefrau habe sich der 86-Jährige zurückgezogen.

Die Detonation könnte durch Gas ausgelöst worden sein, die Stadtwerke waren binnen Minuten vor Ort und stellten die Gaszufuhr und den Strom komplett ab. Mitarbeiter der Stadtreinigung streuten direkt Salz auf Löschwasserpfützen, damit keiner der Einsatzkräfte stürzt. Denn Löschwasser fror sofort auf dem eiskalten Asphalt. Bürgermeister Klaus Roth erklärte vor Ort: „Wir hatten kein baurechtliches Verfahren gegen den Bewohner anhängig.“

Zuvor war die Frage gestellt worden, ob das Haus, in dem der Mann lebt, überhaupt ein zulässiges Wohnhaus sei. Von der Bauform gleicht es mehr einer großen Garage oder einem Schuppen als einem Haus. Die Versorgungsleitungen würden über ein Nachbarhaus laufen, einen eigenen richtigen Anschluss habe der 86-Jährige nicht gehabt. Dazu konnte Roth vor Ort nichts sagen. Die Anschlusssituation werde man aber untersuchen.

Die Polizei hat am Freitag noch Experten des Dezernats für Brandermittlungen aus Saarbrücken nach Erbach kommen lassen, die alle weiteren Details untersuchten. Wie es zur Explosion kam, muss noch geklärt werden. Die Feuerwehr rief Notfallseelsorger in den Homburger Stadtteil, sie betreuten die deutlich geschockte Nachbarin, die auch die ersten Einsatzminuten mitbekommen hatte.

Die Martinstraße wurde für mehrere Stunden voll gesperrt, die Feuerwehr brauchte Zeit für die Nachlöscharbeiten. Am Mittag wurden Kräfte des Baubetriebshofes angefordert, um mit Radlader und Kran unter anderem einen Zugang zum Dachbereich zu schaffen.

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