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Schwerter, Lanzen und Rittersleut in St. Wendel

	Beim mittelalterlichen Ritterturnier geht es hart zur Sache...

Beim mittelalterlichen Ritterturnier geht es hart zur Sache...

St. Wendel. 500 Jahre nach dem Besuch des „letzten Ritters“, Kaiser Maximilian I. von Habsburg, in St. Wendel leben das Mittelalter und die ritterliche Kunst wieder auf. Drei Tage lang, von Freitag, 31. August, bis Sonntag, 2. September, messen sich die derzeit zehn besten Ritter der Welt im St. Wendeler Bosenbachstadion. Sie kommen aus Europa, Amerika und Australien, und treffen in dieser Stärke das erste Mal aufeinander. Auf ihren edlen Rössern, die speziell für das Turnierreiten ausgebildet sind, und in ihren detailgetreu nachgebauten Rüstungen messen sie sich im Tjost und Melée. Beim Tjost, dem klassischen Lanzenreiten, treten die zehn Ritter an allen drei Tagen gegeneinander an. In St. Wendel wird dabei eine nur selten gezeigte Wettkampfvariante ausgetragen.

Die modernen Ritter tragen ihre volle Ausrüstung und verwenden Lanzen, die wesentlich dicker und länger sind als bei anderen Mittelalter-Turnieren. Sie sind fast vier Meter lang und mit einer Stahlspitze verstärkt. Für jeden Zweikampf werden je nach Treffern Leistungspunkte vergeben. Zudem verteilt noch eine Jury aus hohen Damen Punkte für ritterliches Auftreten. Im Gegensatz zu vielen Mittelalter-Spektakeln gibt es in St. Wendel echte Kämpfe zu bestaunen und keine vorher eingeübten Choreografien. Der Sieger steht dann am Sonntag fest. Er wird mit einem in England handgeschmiedeten Schwert im Wert von 5000 Euro geehrt, für die Platzierten gibt es jeweils einen Prunkdolch. Der Tjost findet jeden Tag zwischen 16 und 17 Uhr statt.

Um 18 Uhr steht jeweils die Melée auf dem Programm. Dabei handelt es sich um einen Massenkampf zwischen jeweils zwei Teams. Die Ritter kämpfen dabei zu Pferde mit Schwertern gegeneinander und versuchen, den Gegner vom Turnierplatz zu vertreiben. Über ein Jahr lang haben sich die modernen Ritter auf das Turnier in St. Wendel vorbereitet. In ihre Ausrüstungen haben sie viel Geld, Zeit und Forschung investiert, damit sie möglichst originalgetreu sind. Denn nah an der historischen Wirklichkeit zu sein, ist das Alleinstellungsmerkmal des St. Wendeler Turniers.

Entsprechend wurden auch die Gruppen und Schausteller für das Heerlager ausgewählt, vom Handwerker und Landsknecht bis zum Adligen und Marketender. Insgesamt 200 Schausteller präsentieren sich an den drei Tagen.

Auf dem Programm stehen auch Konzerte der Gruppen Nornensanc und Unis Cornus. Zudem gibt es jeden Tag eine ritterliche Jagd. Die Stadt St. Wendel weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass keine lebenden Tiere als Ziele eingesetzt werden. Gezeigt werde lediglich die Falkenjagd zu Pferde ohne lebende Beute, wie dies bei Falknereien auch üblich ist. Auch das Veranstaltungsgelände im Bosenbachstadion lässt das Mittelalter wieder auferstehen: eine mit Holz und Bannern gestaltete Tribüne samt Königsloge, ein mit Holzbanden umzäunter Turnierplatz und eine Naturtribüne am Hang für die Zuschauer.

Ergänzt wird das Turnierprogramm durch die Ausstellung „Wenn Lanzen brechen“ im Stadtmuseum St. Wendel und eine Vortragsreihe, die das entsprechende Wissen über Ritterleben, Turnierwesen und die Zeit Kaiser Maximilians. An allen drei Turniertagen ist das Museum von zehn bis 18 Uhr geöffnet, danach endet die Sonderausstellung.  Tickets gibt es bei allen Vorverkaufsstellen von Eventim und Ticket Regional und im Internet.

Ein Tagesticket kostet im Vorverkauf 28,65 Euro (Tageskasse 30 Euro), ein Wochenendticket 71,55 Euro (Tageskasse 75 Euro). Für Kinder bis 14 Jahren ist der Eintritt frei. Parkplätze, zum Beispiel am Stadion, sind ausgeschildert.

:: www. turnier.sankt-wendel.de

:: museum-wnd.de

:: eventim.de

:: ticket-regional.de

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