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Seehofer spottet über das Saarland - Retourkutsche von Maas



Passau/Vilshofen/Siersburg. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hat sich beim traditionellen Aschermittwochstreffen seiner Partei abfällig über das Saarland und Wirtschaftsminister Heiko Maas geäußert. „Ein stellvertretender Ministerpräsident des Saarlandes“, dessen Namen man „nicht kennen muss“, habe es gewagt, den Freistaat wegen seiner Klage gegen den Länderfinanzausgleich zu kritisieren. „Was ist das Saarland?“, spottete Seehofer vor rund 4500 Zuhörern in Passau. Das ganze Bundesland sei nur so groß wie mancher bayerische Landkreis. Wenn man im Saarland sei und ein Fahrrad leihe, tauche deshalb die Frage auf: „Was machen wir nachmittags?“

Maas seinerseits keilte beim Aschermittwochstreffen der Saar-SPD in Siersburg zurück. Seehofer solle sich mäßigen. Andernfalls werde man ihm „die Annegret Kramp-Karrenbauer schicken. Und was das bedeutet – fragt mal den Papst!“ Maas spielte damit auf den Besuch der Ministerpräsidentin bei Benedikt XVI. an, der wenige Tage später seinen Rücktritt verkündet hatte. Im Übrigen, so Maas, sei er „mit dem Fahrrad schneller durch Bayern als Seehofer mit dem Fahrrad durchs Saarland“.

Der CSU-Chef polterte in Passau auch gegen Berlin, das den Löwenanteil aus dem Finanzausgleich erhält. „Wir haben die Schnauze voll“, sagte er. Das „bescheuerte System“, wonach das hart erarbeitete Geld bayerischer Steuerzahler an andere Länder überwiesen werde, müsse weg. Deftig teilte Seehofer auch gegen Kanzlerkandidat Peer Steinbrück aus, der beim Aschermittwoch der Bayern-SPD auftrat. Dieser habe es als ehemaliger Finanzminister zum „Schuldenkönig der Bundesrepublik“ gebracht.

Auch Steinbrück gab sich kämpferisch und schwor seine Parteifreunde in Vilshofen auf einen Sieg bei den anstehenden Wahlen in Bayern und im Bund ein. Die meisten Deutschen hätten „diese schwarz-gelbe Regierung satt“, sagte er. Für den Fall einer Regierungsübernahme in Berlin versprach Steinbrück einen flächendeckenden Mindestlohn und die Abschaffung des „idiotischen“ Betreuungsgeldes. Auch Kanzlerin Angela Merkel plädierte beim Aschermittwoch in ihrem mecklenburgischen Wahlkreis für die Einführung eines Mindestlohns.

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