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Senat und Hochschulrat können sich nicht auf neuen Uni-Präsidenten einigen

Dirk Bähre

Dirk Bähre

Hinter vorgehaltener Hand war auf dem Campus der Saar-Universität in den vergangenen Wochen über diese Möglichkeit immer wieder diskutiert worden. Jetzt ist der Fall eingetreten: Senat und Universitätsrat haben sich im ersten Wahlgang nicht auf einen Nachfolger von Uni-Präsident Professor Volker Linneweber einigen können.

 

Der Senat der Hochschule, in den Professoren, Mitarbeiter und Studenten insgesamt 17 Vertreter entsenden, stimmte in der vergangenen Woche mit mehr als Drei-Viertel-Mehrheit für den Maschinenbau-Professor Dirk Bähre (wir haben berichtet). Gestern Nachmittag nun entschied sich der Universitätsrat, das Aufsichtsgremium der Hochschule, dessen Mitglieder nicht vom Campus kommen, mit ebenso überwältigender Mehrheit für den Physik-Professor Uwe Hartmann. Die klare Entscheidung für Hartmann sei im Universitätsrat nach nur etwa einer Stunde Diskussion gefallen, so der Vorsitzende des Gremiums, Professor Günter Stock. Bei dieser Wahl hätten schließlich keine wirklich neuen Argumente vorgelegen. Das Votum reflektiere unterschiedliche Ansichten beider Gremien zu wichtigen Zukunftsfragen der Hochschule, zum Beispiel der Exzellenzinitiative.

 

Im Senat ist die Überraschung angesichts dieses Votums des Universitätsrats groß. Sein Sprecher bei der Präsidentenwahl ist Professor Volkhard Helms. Zwar respektiere man das Ergebnis der Abstimmung, so Helms. Doch sei auch das Meinungsbild des Senats zu diesem Thema sehr deutlich. Die Mehrheit seiner Mitglieder habe erwartet, dass das Aufsichtsgremium der Saar-Universität die klare Entscheidung der Vertreter des Campus bestätigt.

 

Die Tatsache, dass im Universitätsrat höchst angesehene Persönlichkeiten Sitz und Stimme haben, mache die jetzt getroffene Entscheidung „nicht richtiger“, so Helms. Dass die Voten der beiden Gremien so unterschiedlich ausfielen, sei nicht absehbar gewesen. Schließlich habe bei der Kandidatenauswahl in der Findungskommission, in der Vertreter von Senat und Universitätsrat saßen, große Übereinstimmung geherrscht.

 

„So schnell wie möglich“, so der Vorsitzende des Universitätsrates, soll nun der nächste Wahlgang angesetzt werden. So schnell wie möglich könnte aus Sicht des Senats, dessen Amtszeit am 30. September endet, bedeuten: noch in diesem Monat. Theoretisch könne das Thema „Wahl des Uni-Präsidenten“ bereits bei der nächsten Senatssitzung am 13. Juli auf die Tagesordnung genommen werden, erklärt Volkhard Helms.

 

Für die Wahl zum Unipräsidenten ist die Mehrheit in beiden Gremien notwendig. Finden Senat und Universitätsrat auch bei der nächsten Abstimmungsrunde nicht zu einem gemeinsamen Kandidaten, liegt die Entscheidung über die Besetzung des Amtes laut Universitätsgesetz in den Händen von Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer ( CDU ). Sie setzt allerdings darauf, dass sich Senat und Hochschulrat untereinander noch verständigen: „Es ist im Interesse der Zukunft der Universität, wenn der künftige Präsident von beiden universitären Gremien unterstützt würde“. Vor der nächsten Wahlrunde soll es nun ein informelles Gespräch der Vertreter beider Gremien in der Staatskanzlei geben.

 

Die Studentenvertreter der Saar-Uni, so Asta-Vorsitzender Govinda Sicheneder, haben bereits festgelegt, wie sie sich in den kommenden Wochen verhalten wollen: „Der Asta unterstützt das Votum des Senats.“  
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