B423 Stadtgebiet Blieskastel, Zweibrücker Straße bis Saar-Pfalz-Straße Zwischen Blieskastel und Aßweiler Vollsperrung, Baustelle bis 28.10.2017 06:00 Uhr Zwischen Ortsausgang Blieskastel und Ortseingang Biesingen (09.10.2017, 06:27)

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Seniorin bei Hochhausbrand in Wehrden gerettet

Die freiwilligen Feuerwehrleute aus den Löschbezirken Wehrden und Innenstadt waren gestern Vormittag schnell am Einsatzort, dem Hochhaus am Ende der Straße Zum Rauenhübel. Dennoch wären sie fast zu spät gekommen. Die ältere Bewohnerin, in deren Wohnung im ersten Stock das Feuer ausgebrochen war, stand in Todesangst auf dem Balkon, die Flammen schlugen ihr über den Kopf. So blieb den Feuerwehrleuten noch nicht einmal die Zeit, die Drehleiter in Stellung zu bringen. Sie entschieden, die Frau über eine Steckleiter vom Balkon zu holen und damit aus der lebensgefährlichen Situation zu befreien.

Doch damit hatte die Arbeit erst begonnen. Jetzt waren die Bewohner der direkt angrenzenden Wohnungen in Sicherheit zu bringen. Die Person in der Wohnung über dem Brandherd musste wie die zuerst gerettete Frau ins Krankenhaus. Beide erlitten eine leichte Rauchvergiftung, wie die Polizei am Abend mitteilte. Die Frau aus der Unglückswohnung hatte sogar Brandverletzungen davon getragen. Außerdem musste die Feuerwehr verhindern, dass der giftige Qualm in die übrigen Etagen dringt, und dort weitere Bewohner gefährdet. „Wir haben sofort Rauchsperren aufgebaut, so konnten wir ab dem sechsten Stock das komplette Gebäude rauchfrei halten“, so Feuerwehrsprecher Rafael Mailänder.

Weil auch das Feuer in der Küche der Unglückswohnung schnell unter Kontrolle war, mussten nur Wohnungen in den ersten fünf Etagen evakuiert werden. 19 Personen waren es insgesamt, die in einem von den Verkehrsbetrieben bereit gestellten Bus von Feuerwehrleuten und Sanitäter betreut wurden. Allen stand noch gut eine Stunde nach der Alarmierung, die in der Völklinger Feuerwache um 10.52 Uhr aufgelaufen war, der Schrecken ins Gesicht geschrieben. Die Feuerwehrleute waren zu diesem Zeitpunkt bereits dabei, das komplett zerstörte Kücheninventar aus dem Fenster auf die Wiese zu werfen, um kein Brandnest in der jetzt unbewohnbaren Wohnung zu hinterlassen. Einige Trümmerteile mussten dann auch noch einmal kurz abgelöscht werden. Insgesamt waren 50 Feuerwehrleute aus den fünf Völklinger Löschbezirken inklusive Atemschutz- und Presseeinheit vor Ort. Außerdem 15 Rettungsdienstmitarbeiter, drei Rettungswagen und eine Notarztwagenbesatzung.

Nach erstem Ermittlungsstand und der Befragung der Seniorin habe „vermutlich ein vergessener Topf auf dem Elektroherd“ zu dem Brand geführt, sagte gestern Abend die Polizei. Der Kriminaldienst untersuche die Küche, bis zum endgültigen Ergebnis stehe die Brandursache nicht zweifelsfrei fest. Weiter berichtete der Beamte, dass alle Bewohner wieder in ihre Wohnungen zurückkehren konnten, bis auf die zwei Verletzten, die noch in der Klinik verbleiben.
Bereits in der Nacht auf Montag mussten die Völklinger Wehrleute zu einem Kellerbrand am Nordring ausrücken, bei dem es keine Verletzten gab. Dennoch mussten die Feuerwehrleute im Morgengrauen noch einmal zum Nachlöschen an den Nordring ausrücken.
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