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Seniorin dank Suchhund und 80 Helfern gerettet

THW-Helfer mit Suchhund. Foto: Becker & Bredel</p>

THW-Helfer mit Suchhund. Foto: Becker & Bredel

 

Zu allem Unglück wurde die Püttlingerin zunächst auch nicht vermisst. Doch schließlich fiel einem aufmerksamen Spaziergänger auf, dass der blaue Kleinwagen der Seniorin seit vier Tagen nahe der Edelweißhütte abgestellt war. „Ihm war auch bekannt, dass das Fahrzeug einer älteren Dame gehöre, die des Öfteren in diesem Bereich spazieren geht“, so Jens Dewes von der Polizeiinspektion Köllertal (PI).

So informierte der Mann das Püttlinger Ordnungsamt und dieses die PI Köllertal (PI). Durch die Ermittlungen der PI erhärtete sich schnell der Verdacht, dass sich die 84-Jährige irgendwo im Waldgebiet im Umfeld der Edelweißhütte aufhalten musste, und so leitete die Polizei am späten Montagabend eine groß angelegte Suche ein. Etwa 80 Personen, aufgeteilt in mehrere Gruppen, waren im Einsatz, zudem elf Suchhunde, darunter auch ein speziell ausgebildeter „Mantrailer“ (Personensuchhund) des Technischen Hilfswerks (THW).

Nach über vier Stunden vergeblicher Suche schlug der Personensuchhund an, und unabhängig davon schien auch ein weiterer Hund in dem Suchsektor eine Spur gewittert zu haben. Zwar gelang den Hunden noch keine exakte Ortung, doch eine Suchkette fand schließlich in dem Bereich – gegen zwei Uhr in der Nacht zum Dienstag – die Seniorin. Sie war noch ansprechbar, schilderte DRK-Sprecher Oliver Reichert, doch war die 84-Jährige aufgrund der Situation in einem lebensbedrohlichen Gesundheitszustand und wurde auf die Intensivstation des Püttlinger Krankenhauses gebracht.

Am Einsatz beteilig waren die Polizei , die Püttlinger Feuerwehr, Rettungshunde des DRK, des BRH (Bundesverband Rettungshunde) und des THW aus Saarbrücken, Nohfelden, und von der Obermosel. Das DRK Walpershofen übernahm den Kliniktransport, das DRK Gersweiler-Ottenhausen versorgte die Suchmannschaften im Wald mit warmen Getränken.

Und von der PI Köllertal gibt es ein großes Lob für alle Helfern „für die hervorragende und professionelle Zusammenarbeit. Der gemeinsame Einsatz, die Spürnasen der Hunde und die Wachsamkeit eines Spaziergängers haben ein Leben gerettet“.

 

 

 

Zum Thema:

 

Hintergrund Personenspürhunde, auch Mantrailer genannt (vom englischen „man“ = „Mensch“ und „trail“ = „verfolgen“), sind besonders auf die Gerüche von Menschen trainiert. Im Gegensatz zu anderen Suchhunden richten sie sich nicht hauptsächlich nach der Fährte am Boden, sondern insbesondere nach den Duftmolekülen in der Luft. Ein Mensch verliert zum Beispiel ständig Hautschuppen, deren Partikel verwirbelt werden und deren durch Bakterien entstehende Geruch von einem Hund etwa 36 Stunden wahrgenommen werden kann (hierbei handelt es sich um eine grobe Angabe, da auch die jeweiligen Wetterverhältnisse eine Rolle spielen). Der Geruch von Blutkörperchen kann sogar etwa 120 Tage wahrgenommen werden. red

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