A8 Neunkirchen Richtung Luxemburg Zwischen AS Dillingen-Süd und Dreieck Saarlouis Gefahr durch defekten LKW, Standstreifen blockiert (21:54)

A8

Priorität: Sehr dringend

10°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
10°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Sex nach K.O.-Tropfen? 2 Saarbrücker vor Gericht

Saarbrücken. Vor dem Landgericht hat gestern die Staatsanwaltschaft Anklage gegen zwei 27-jährige Saarländer erhoben. Sie wirft ihnen vor, am 4. April 2009 einer jungen Frau in der Diskothek Kufa sogenannte K.O.-Tropfen verabreicht zu haben. Im Gästezimmer einer studentischen Verbindung sollen beide die wehrlose Frau vergewaltigt haben. Die Frau wurde dabei erheblich verletzt.



Umfassendes Geständnis und 7 000 Euro

Der Verteidiger eines Angeklagten bat um ein Gespräch zur Verständigung im Strafprozess. Es geht darum auszuloten, welche Vergünstigung bei einem Geständnis zu erwarten ist. Im Einvernehmen mit den Prozessbeteiligten, sicherte das Gericht ein Strafmaß von nicht mehr als zwei Jahren und neun Monaten zu. Voraussetzung sei ein umfassendes Geständnis und ein Schmerzensgeld von 7 000 Euro.

Blut an Bettlaken und  Unterhemd

Darauf erzählte der erste Angeklagte, er kenne die Frau durch gemeinsame Bekannte. Man habe sich mit Freunden zu einem Besuch der Diskothek Kufa entschlossen. Dort habe er noch ein Getränk spendiert. Im Laufe des Abends habe er sie kaum gesehen, da er meist im Raucherbereich gewesen sei. Nachts sei man in seine Wohnung gefahren. Dort habe er noch eine Dose mit Suppeneintopf angeboten. Danach sei er zu Bett. Später sei er in das Zimmer der Frau. Er habe sich zu ihr gelegt. Am kommenden Morgen habe er Blut am Bettlaken und an seinem Unterhemd gesehen. Den Geschlechtsverkehr gibt er zu, die K.O.-Tropfen nicht.

Der zweite Angeklagte spricht davon, dass die junge Frau in der Disko Ecstasy genommen habe.

Weder Sex noch Vergewaltigung

In der Wohnung seines Freundes habe er sich zwar zu ihr ins Bett gelegt, aber es habe weder Sex noch Vergewaltigung gegeben. In der rechtsmedizinischen Fakultät der Universität des Saarlandes gab es später eine Untersuchung. Im laufe des Prozesses wird Professor Dr. Jochen Wilske über das Ergebnis berichten.

Nach diesen „Geständnissen“ wollte das Gericht nicht auf die Anhörung des mutmaßlichen Opfers verzichten. Ihre Zeugenvernehmung fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Heute wird der Prozess fortgesetzt. jht

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein