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Sexuelle Nötigung im Supermarkt

Eine Mitarbeiterin soll mehrfach vom stellvertretenden Marktleiter unsittlich berührt worden sein. Das Landgericht hat jetzt den Schuldspruch eines Amtsgerichts bestätigt. Der Angeklagte bestritt die Vorwürfe bis zuletzt.

Landgericht bestätigte Urteil gegen einen 37-jährigen Mann, der die Tat bestritten hatte

Saarbrücken. Das Landgericht hat jetzt einen Schuldspruch gegen den stellvertretenden Marktleiter eines saarländischen Supermarkts bestätigt. Der 37-Jährige soll eine Mitarbeiterin (23) in zwei Fällen sexuell genötigt haben. Er war vom Amtsgericht Saarlouis zu einem Jahr und acht Monaten Freiheitsstrafe verurteilt worden. Der Angeklagte bestritt die Tat.

Die Tat ereignete sich im Januar 2004. Das Opfer, eine damals 18-jährige Gymnasiastin, arbeitete zur Aufbesserung ihres Taschengeldes in einem Unternehmen, das als Fremdfirma in Supermärkten Ware auspackt und Regale auffüllt. Das Verhältnis zwischen beiden war anfänglich sehr gut, man schien füreinander Sympathie zu entwickeln und es gab auch scherzhafte Anspielungen mit sexuellem Anstrich. Später soll er sie unsittlich berührt haben. Seither ist die Frau in psychotherapeutischer Behandlung.

Der Angeklagte erklärte, es sei zwei Mal zu einvernehmlichem Sex zwischen ihm und der jungen Frau gekommen - in einem Wäldchen und im Heizungsraum des Supermarktes. Das Gericht hatte 15 Zeugen geladen, die meisten waren aus dem Umfeld des Supermarktes. Etwas Genaues wusste niemand. Es gab Getuschel, wenn beide allein im verschlossenen Büro waren oder im Geschäft zusammenstanden. Eine Zeugin qualifizierte diese Aussagen mit der Bemerkung "Wir sind halt alle Weiber."

Für den Beobachter blieb bis zuletzt spannend, wem das Gericht am Ende glauben würde. Die Strafkammer entschied sich für die Version des Opfers.  Mit einer Verurteilung zu einem Jahr und vier Monaten auf Bewährung blieb die Berufungsinstanz unter dem Saarlouiser Urteil. Auf den Angeklagten kommen jetzt noch die Verfahrenskosten für beide Instanzen zu, ferner eine Schmerzensgeld- und Schadenersatzforderung des Opfers in der Größenordnung von 17 000 Euro. Der Vorfall im Supermarkt ist von der Berufsgenossenschaft als Arbeitsunfall anerkannt, hier muss der Angeklagte ebenfalls mit Regressansprüchen rechnen. jht

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