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Sie bringen frischen Wind in die Kleiderschränke

Eine Ordnungstrainerin, eine
Wirtschafterin und eine Modeberaterin
erklären, wie man Ordnung
und »frischen Wind« in den
Kleiderschrank bekommt.

Eine Ordnungstrainerin, eine Wirtschafterin und eine Modeberaterin erklären, wie man Ordnung und »frischen Wind« in den Kleiderschrank bekommt.

Saarbrücken. Es gibt Dinge, für die haben Frauen und Männer zwar das gleiche Wort, meinen aber damit offenbar sehr unterschiedliche Dinge. „Kleiderschrank“ zum Beispiel. Für die meisten Männer dürfte mit diesem Wort ein Kasten beschrieben sein, in dem Klamotten aufbewahrt werden. Für so manche Frau verbirgt sich hinter diesem Wort ein Universum, ein Kontinent, zumindest aber ein Land. Und wie das mit Ländern so sei, erklärte eine Frau in diesen Tagen bei einem Vortragsabend in der Saarbrücker Stadtbibliothek: „Die meisten Streitigkeiten mit dem Kleiderschrank entstehen, wenn Grenzen verletzt werden.“

Die Frau heißt Heike Hagenau und nennt sich Ordnungstrainerin. Dem überwiegend weiblichen Publikum präsentierte sie sich als Mitglied eines „Teams von Frauen, die das Leben bewältigen helfen“. Auch Esther Wack, Wirtschafterin, und Heike Schunk, Mode- und Einkaufsberaterin, gehören zu diesem Team, das sich „Treffpunkt Leben+“ nennt. Die drei Damen waren gekommen, um für „frischen Wind im Kleiderschrank“ zu sorgen. Hört sich harmlos an – ist es aber nicht. Gut, auf Tipps wie: „Dinge, die man oft anzieht, sollte man gut erreichbar einsortieren“ und: „Wer Schuhe in einen Schuhschrank stellt, hat im Kleiderschrank mehr Platz“, könnte man ohne Ordnungstrainerin kommen. „Jedes Ding an seinen Platz.“ „Gleiches zu Gleichem“, also etwa Kleider zu Kleidern, Hosen zu Hosen, Pullis zu Pullis. „Weniger ist mehr.“ Auch diese zum „Hagenau’schen Ordnungsmantra“ erhobenen Sätze, sind nicht wirklich bahnbrechend. Aber dann kam es knüppeldick: So manches Schnäppchen, erklärte Heike Schunk sei „ein Fehlkauf“. Was bringe es, wenn etwas billig war, es aber dann ungetragen – womöglich noch mit Preisschild – im Schrank hängt, bis es nicht mehr passt oder unmodern ist?

Überhaupt: Man solle sich doch bitte nur Dinge kaufen, die auch passen. „Ach, ich will eh abnehmen“, sei kein guter Satz. „Erst abnehmen, dann kaufen“, da ist Heike Schunk ganz hart. Auch Heike Hagenau kann sehr hart sein: „Wer ein neues Paar Schuhe kauft, muss ein altes dafür weggeben“, sagt sie. Anders sei der Schuhschrank nicht in den Griff zu kriegen. Auch für Kleidung gelte: Was unmodern ist oder nicht mehr passt oder aus sonst einem Grund lange nicht getragen wurde, muss weg. „Damit könnte ich noch im Garten arbeiten“, sei eine der großen weiblichen Lebenslügen.

Manchmal helfe es aber auch, einfach Dinge aus dem Kleiderschrank zu verbannen, die dort nicht reingehören: Modellflugzeuge des Ehemanns zum Beispiel, die alten Plüschtiere der Kinder, Taucherbrillen oder Steuererklärungen. Im Kleiderschrank mit dem Partner klar festzulegen: „Bis dahin ist deins, bis dahin meins“, sei ebenso wichtig, wie das regelmäßige Ausmisten. „Ein entspannter Einkaufsbummel beginnt vor dem Kleiderschrank“, sagt Heike Schunk.

„Einkaufsbummel“ – noch so ein Wort, bei dem die meisten Frauen an etwas ganz anderes denken als die meisten Männer.

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