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Der Jugendbeirat Neunkirchen wird zehn Jahre alt.

Der Jugendbeirat Neunkirchen wird zehn Jahre alt.

Neunkirchen. Ob der Skaterpark im Wagwiesental, die Jugendzentren in der Innenstadt und in Wiebelskirchen oder die Einführung eines Nachttaxis – wo immer es in den vergangenen Jahren darum ging, Bedürfnisse und Interessen von Jugendlichen zu vertreten und in die Tat umzusetzen, war auch der Neunkircher Jugendbeirat involviert. Heute feiert das Gremium, das sich mittlerweile als Bindeglied zwischen den Jugendlichen und der Stadtverwaltung etabliert hat, sein zehnjähriges Bestehen.

Gegen Fremdenfeindlichkeit

Auch durch interkulturelle Veranstaltungen wie Tolerantirazz, die sich gegen Fremdenfeindlichkeit und für ein multikulturelles Miteinander aussprechen, hat der Jugendbeirat in der Vergangenheit auf sich aufmerksam gemacht. Konzerte und Discos, die regelmäßig organisiert werden, dienen zudem als Kontaktpunkte, bei denen sich Gleichaltrige treffen und austauschen können. „Wir bewegen die Stadt“ lautet das Motto, das sich die jungen Leute auf die Fahne geschrieben haben, und das auch in Zukunft in die Tat umgesetzt werden soll. „Derzeit machen wir uns für eine Skateanlage in Wiebelskirchen stark, die in der Nähe des Jugendtreffs entstehen soll. Das wird von vielen gewünscht und wäre sicher eine sinnvolle Investition. Darüber hinaus würden wir gerne in Hangard einen Jugendraum einrichten“, sagt Nadine Stumpfs. Die 20-Jährige gehört dem Jugendbeirat seit einem Jahr an und sieht ihre Aufgabe darin, als Sprachrohr für die Neunkircher Jugend zu fungieren: „Ich möchte für die Jugendlichen eintreten und etwas bewegen."

Vorurteil gegen die Jugend widerlegt

 Auch Yves Wahl engagiert sich seit Oktober letzten Jahres im Jugendbeirat und lobt die gute Zusammenarbeit mit der städtischen Verwaltung. „Wir haben mit Klaus Heidinger immer einen Ansprechpartner, der uns unterstützt und mit Rat und Tat zur Seite steht. Er erscheint regelmäßig bei den monatlichen Treffen und ist mit uns in ständigem Kontakt.“ Klaus Heidinger vom Amt für soziale Dienste, Kinder und Senioren bestätigt die gute Kooperation und betrachtet den Jugendbeirat als Bereicherung. „Wir haben ein kollegiales Verhältnis. Die Jugendlichen treten auch nicht mit überzogenen Forderungen an uns heran, sondern haben pragmatische Vorstellungen, bei denen wir sie gerne unterstützen“, so Heidinger.

Oberbürgermeister Jürgen Fried blickt nicht ohne Stolz auf die Leistung des Jugendbeirats. „Die jungen Menschen haben ihre Ideen entwickelt und – ja teilweise auch mit Nachdruck – gegenüber und vor allem mit der Verwaltung durch- und umgesetzt.“ Dies sei auch gut so, denn die Mitglieder des Jugendbeirates haben seiner Ansicht nach in den letzten zehn Jahren ein Vorurteil beispielhaft widerlegt. Nämlich das Vorurteil über eine „träge, desinteressierte, oberflächliche Jugend.“

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