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Sie hätten 42-Jährigen aus Ottweiler beinahe getötet: Premabüba-Schläger verurteilt

Einen 42-jährigen Mann haben ein  20-Jähriger und ein drei Jahre älterer Landsmann im Februar 2008  nach dem Premabüba zusammengetreten und fast umgebracht.

Einen 42-jährigen Mann haben ein 20-Jähriger und ein drei Jahre älterer Landsmann im Februar 2008 nach dem Premabüba zusammengetreten und fast umgebracht.

Saarbrücken. Wegen versuchten Totschlags und Körperverletzung hat das Landgericht gestern einen jungen Franzosen zu acht Jahren Haft verurteilt. Damit blieben die Richter nur knapp unter der bei einem Heranwachsenden möglichen Höchststrafe von zehn Jahren. Nach Feststellung des Gerichts hatte der damals 20 Jahre alte Mann im Februar 2008 vor der Saarbrücker Kongresshalle mehrere Gäste der Faschingsveranstaltung Premabüba angegriffen. Einen 42-jährigen Mann, der den Opfern helfen wollte, hätten der 20-Jährige und ein drei Jahre älterer Landsmann zusammengetreten und fast umgebracht. Der ältere Mitangeklagte wurde deshalb zu drei Jahren Gefängnis wegen Körperverletzung verurteilt. Er hatte den jüngeren Schläger zwei Mal von dem schwer verletzten Opfer weggezogen.

Zivilcourage wurde  dem Opfer zum Verhängnis

Die Angeklagten hatten die Taten vor Gericht weitgehend abgestritten. Am Ende glaubten die Richter aber nicht ihnen, sondern den Zeugen des Vorfalls in der Nacht des 3. Februar 2008. Gegen vier Uhr in der Früh hatten damals die Angeklagten und weitere Besucher unabhängig voneinander den Faschingsball verlassen. Der Vorsitzende Richter weiter: Vor der Halle habe der jüngere Angeklagte ein Paar angepöbelt. Dem Mann habe er einen Schlag ins Gesicht verpasst, der Frau einen gegen den Körper. Der 42-Jährige Passant habe dies gesehen und wollte einschreiten. Diese bewundernswerte Zivilcourage sei ihm zum Verhängnis geworden.
 
Zwei Frauen verhinderten, dass er an seinem Blut erstickte

Nun hätten sich beide Angeklagte gegen ihn gewandt. Auch als der Mann wehrlos am Boden lag, hätten beide weitergemacht. Wie beim Freistoß im Fußball hätten sie zugetreten. Immer wieder gegen den Kopf des Opfers, das zahlreiche Knochenbrüche an Schädel und Gesicht erlitt. Irgendwann habe der ältere Angeklagte seinen jüngeren Kumpan aber weggezogen. Zwei Frauen - eine Krankenschwester und eine Soldatin - hätten sich dann um den 42-Jährigen gekümmert. Damit hätten sie ihm wohl das Leben gerettet und verhindert, dass er an seinem eigenen Blut erstickt. Aber der 20-Jährige Schläger sei zurückgekommen, habe die Frauen angegriffen und geschlagen. Dann habe er wieder gegen den Kopf des 42-jährigen Opfers getreten. So lange, bis der ältere Landsmann ihn erneut wegzog. Die beiden fuhren anschließend nach Saargemünd. Mit Hilfe von Fotos der Faschingsveranstaltung aus dem Internet konnten sie aber identifiziert und dingfest gemacht werden. wi

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