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Sie sind Basketball-Meister: Saarlouis Royals siegen gegen Wasserburg

Von SZ-Mitarbeiter Sebastian Zenner

Saarlouis. Sie wurde von allen gedrückt, sie wurde geherzt – und René Spandauw wollte sie gar nicht mehr loslassen. Als der hoch gewachsene Trainer der Saarlouis Royals Stina Barnert in die Arme schloss, da war von der zierlichen Aufbauspielerin bis auf ihre langen blonden Haare fast nichts mehr zu sehen. Kein Zweifel: Es war der Nachmittag der 20-Jährigen. Die deutsche Basketball-Nationalspielerin warf ihre Mannschaft am Samstag fast im Alleingang zum deutschen Meistertitel. Mit 24 Punkten war sie beim 74:68 gegen den TSV Wasserburg die beste Werferin auf dem Feld.

Dabei bewies Barnert, dass sie Nerven wie Drahtseile hat – vor allem in der Verlängerung. Beispiel: Beim Stand von 72:68 muss Barnert zum wiederholten Mal an die Freiwurflinie. Versenkt sie keinen ihrer beiden Versuche, hat der mit guten Distanzschützinnen bestückte TSV Wasserburg Zeit, um auszugleichen. Der erste Wurf von Barnert sitzt – 73:68. Auch den zweiten Wurf versenkt sie – 74:68, die Wasserburger Spielerinnen lassen die Köpfe hängen und wissen: Das war’s. Die mit 1728 Zuschauern ausverkaufte Stadtgartenhalle wird zum Tollhaus, der ohrenbetäubende Lärm übertönt sogar die Schlusssirene eines Spiels, das niemand so schnell vergessen wird.

Nach dem Ende der offiziellen Spielzeit hatte es 64:64 (20:15, 21:19, 9:18, 14:12) gestanden – fünf Minuten Verlängerung mussten her. Mit acht (von zehn) verwandelten Freiwürfen drückte Barnert dem Spiel in dieser Phase ihren Stempel auf. „Ich hatte noch was gutzumachen aus dem Vorjahr, da war meine Quote im Finale nicht so berauschend“, freute sie sich und gab mit einem Augenzwinkern zu: „Aber es hat schon ein bisschen mehr gekribbelt als sonst.“

Royals-Cheftrainer René Spandauw lenkte die Aufmerksamkeit auf die gesamte Mannschaft, als er sagte: „Ich bin so stolz auf die Mädels, dass sie nach einem 0:2-Rückstand noch gewonnen haben. Ich wäre auch stolz gewesen, wenn wir verloren hätten“, krächzte er mit lädierter Stimme und fügte an: „Das war das Spannendste, das ich jemals erlebt habe.“

Vor der großen Party stand zunächst ein gemeinsames Essen an. Wo es dann genau hingehen sollte, wusste der „Party-Anführer“ der Royals, Petra Manakova, noch nicht: „Ich denke, es wird nicht bei dem Besuch einer Kneipe bleiben“, sagte die mit Sekt begossene tschechische Nationalspielerin. „Ich denke, dass ein paar Leute nicht vor 6 Uhr zu Hause sein werden. Ob ich dazugehören werde, weiß ich noch nicht“, spekulierte Cheftrainer Spandauw, der sich „ruhiger“ fühlte als beim Titelgewinn im vergangenen Jahr. Vielleicht auch, weil sein Kollege Mariusz Dziurdzia nicht dabei sein konnte. Der Co-Trainer weilte als Trauzeuge auf einer Hochzeit in seiner Heimat Polen.

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