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Sie vertreten das Saarland im Bundestag

Drei Frauen und sieben Männer vertreten im neuen Bundestag die Interessen des Saarlandes in Berlin. Die SPD musste zwei Sitze abgeben, davon profitieren CDU und Grüne.

Saarbrücken. Anders als vor vier Jahren, als die SPD die vier saarländischen Wahlkreise gewinnen konnte, hat diesmal die CDU alle Direktkandidaten für den Bundestag durchgebracht. Die 26-jährige Juristin Nadine Müller, bislang Landtagsabgeordnete, und der 35 Jahre alte Diplom-Kaufmann Alexander Funk ziehen erstmals in den Bundestag ein, die Juristen Peter Altmaier (51) und Anette Hübinger (54) konnten ihren Platz in Berlin verteidigen. Altmaier, seit 2005 auch Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesinnenministerium, gehört dem Bundestag bereits seit 1994 an. Hübinger ist seit 1999 auch Bezirksbürgermeisterin im Saarbrücker Stadtbezirk Halberg.

Nur noch zwei Vertreter für die SPD

Die Saar-SPD, die zwei Mandate abgeben muss, ist im neuen Bundestag nur noch mit Elke Ferner und Ottmar Schreiner vertreten, die sich in ihren Wahlkreisen diesmal nicht durchsetzen konnten, aber über die Landesliste ins Parlament kommen. Der 63 Jahre alte Jurist Schreiner ist bereits seit 1980 Abgeordneter und war zeitweise sozialpolitischer Sprecher der Sozialdemokraten sowie stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Die 51-jährige Programmiererin Ferner war schon von 1990 bis 1998 und ist wieder seit 2002 im Bundestag – seit 2005 ist sie auch stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion.

Über die Landesliste ihrer Partei sicherten sich auch Linken-Chef Oskar Lafontaine (66) und Thomas Lutze einen Platz in Berlin; der 40 Jahre alte Schlosser und Bürokaufmann aus Saarlouis, der in Leipzig aufgewachsen ist, ist seit 2007 Vorstandsmitglied der Linkspartei im Saarland und deren verkehrspolitischer Sprecher.

Zitterpartie für Grünen-Generalsekretär

Erstmals ins Parlament zieht der 30-jährige FDP-Politiker Oliver Luksic ein. Der Unternehmensberater war von 2002 bis Anfang 2009 Landesvorsitzender der Jungen Liberalen im Saarland und ist seit 2008 auch stellvertretender Landeschef der FDP.

Lange bangen musste in der Wahlnacht Markus Tressel. Erst gegen halb vier stand fest, dass der Generalsekretär der saarländischen Grünen der Sprung nach Berlin geschafft hat. Der 32-Jährige, der auch Fraktionsgeschäftsführer ist, will parallel zu seinem politischen Ämtern im Frühjahr noch sein Politik-Studium abschließen.

Für Tabillion und Klug hat's nicht gereicht

Ihre Koffer in der Hauptstadt packen müssen dagegen die SPD-Politiker Rainer Tabillion (59) und Astrid Klug (41) – vorausgesetzt, es wird keine parteiinternen Verschiebungen mehr geben. Auch für Volker Schneider (54) und Hans-Kurt Hill (59) von den Linken sowie für Karl Addicks (58, FDP) und Hermann-Josef Scharf (48, CDU) ist die Zeit im Deutschen Bundestag vorbei.
tho
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