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Sie wollten nach Hause - Vier Franzosen rauben ein Taxi

Weil sie nach einer Zechtour im Saarland möglichst schnell wieder zurück nach Metz wollten, haben vier Franzosen im Alter zwischen 27 und 40 Jahren am frühen Morgen des 20. April 2012 in Überherrn einen Taxifahrer überfallen und dessen Wagen geraubt. Jetzt mussten sie sich deshalb vor dem Landgericht verantworten. Dort wurde das Quartett wegen Raubes und Körperverletzung zu Gefängnisstrafen zwischen zweieinhalb Jahren sowie zwei Jahren und acht Monaten ohne Bewährung verurteilt.

Alle vier Angeklagten hatten zuvor die Tat gestanden und sich bei ihrem Opfer entschuldigt. Die Männer sind algerischer Abstammung und gemeinsam in einem so genannten Problemviertel aufgewachsen. Alle haben diverse Vorstrafen. Am Tag vor dem Überfall trafen sie sich zunächst in Frankreich, redeten und tranken Alkohol. Anschließend fuhren sie mit einem Auto ins Saarland, um hier weiter zu machen. Auch von einem möglichen Bordellbesuch war die Rede. Auf dem Rückweg beschädigten sie mit ihrem Wagen das Heck eines anderen Autos. Die Polizei kam und nahm den Unfall nebst Personalien der Beteiligten auf, die Franzosen fuhren weiter. Aber sie kamen nicht weit. Ihr Auto war defekt und blieb stehen. Darauf suchten sie  nach einer anderen Fahrmöglichkeit. Zunächst versuchte einer von ihnen, einen Kleinwagen zu stehlen. Er wollte das Auto kurzschließen - aber das klappte nicht sofort. Und mehr Zeit wollten ihm seine Kollegen offenbar nicht geben. Sie wollten schließlich so schnell wie möglich nach Hause.

Dann sahen sie den Taxifahrer und gingen gegen 3.40 Uhr in der Früh zu ihm. Sie boten ihm angeblich 300 Euro, wenn er sie nach Metz bringe. Aber der Mann Mitte Fünfzig hatte gerade eine andere Fahrt bekommen, weshalb das Quartett auf ihn etwa 45 Minuten hätte warten müssen. Das war den Angeklagten zu lang. Sie griffen den Taxifahrer an, verprügelten ihn und nahmen sich dessen Auto mit Gewalt. Als sie losfahren wollten, konnten sie aber die Feststellbremse des Mercedes nicht lösen. Also stiegen drei der Angeklagten wieder aus, griffen den Taxifahrer erneut an und wollten, dass er fährt. Der Mann weigerte sich standhaft und schließlich gelang es einem der Franzosen das Taxi in Bewegung zu setzen. Daraufhin fuhr das Quartett nach Hause. Der Taxifahrer informierte unterdessen die Polizei. Die konnte sehr schnell die Ereignisse jener Nacht rekonstruieren und die Personalien der Männer hatte sie ja auch schon nach dem nächtlichen Unfall aufgenommen. Die Männer wurden daraufhin in Frankreich festgenommen und später ins Saarland überstellt. Hier werden sie jetzt zumindest den Anfang ihrer Strafen absitzen müssen. Aber möglichst bald sollen sie den Rest in Frankreich verbüßen können. Dann wären sie wieder zu Hause. wi
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