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Sieben Jahre Haft für den Bankräuber von Hemmersdorf

Symbolbild

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Ein ganz besonderer Bankräuber hat sich gestern vor dem Saarbrücker Landgericht verantworten müssen. Der Franzose hatte 2014 mit einem Komplizen innerhalb von zwei Wochen zwei Mal die selbe Bankfiliale in Hemmersdorf (Gemeinde Rehlingen-Siersburg) überfallen. Er wurde zu sieben Jahre Haft verurteilt.

 

Der 52-Jährige hatte zu Beginn der Verhandlung klargestellt: „Alles, was in der Anklage steht, ist die Wahrheit.“ Demnach hatten die beiden Männer beim ersten Überfall auf die Bank 32 000 Euro erbeutet. Die 22 Jahre alte Angestellte hatte ihnen den Tresor geöffnet, nachdem der Angeklagte ihr mit einer geladenen, aber gesicherten Pistole der Marke Glock gedroht hatte. Bei der jungen Frau hat der Überfall Spuren hinterlassen. Zwei Jahre danach arbeitet sie zwar woanders, dennoch habe sie immer noch ein schlechtes Gefühl, wenn Kunden im Winter mit den Händen in den Taschen hereinkommen, sagte sie aus. Zwei Wochen später entschieden sich die Täter, die Bank erneut zu überfallen. Diesmal fiel die Beute mit 3500 Euro deutlich geringer aus.

 

Laut Aussage des Angeklagten wollte er mit dem Geld seine Flucht finanzieren. Der Mann, der seit 2003 in Frankreich im Gefängnis saß, war nämlich 2013 nach einem Freigang nicht mehr zurückgekehrt. „Damals hatte ich erfahren, dass meine kranke Freundin nur noch ein Jahr zu leben hatte. Ich wollte ihr letztes Lebensjahr so schön wie möglich machen und ihr auch in Belgien teure, aber wirksame Schmerzmittel kaufen“, sagte der Mann, dessen Strafregister 19 Einträge zählt. „Man kann für das Tatmotiv durchaus Verständnis aufbringen, dennoch haben sie in Kauf genommen, andere Menschen zu traumatisieren. Außerdem schlägt ihre Vorstrafen-Situation zu Buche“, sagte die Vorsitzende Richterin Susanne Biehl. Deshalb seien sieben Jahre Haft angemessen. Der Mann nahm das Urteil an. Er wird jetzt an Frankreich ausgeliefert, um dort diese Strafe zu verbüßen. Außerdem warten dort auf ihn weitere acht Jahre Haft für weitere Straftaten.
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