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Sieht so das neue Völklinger City-Center aus?

Das geplante City-Center Völklingen in einer Computer-Skizze, hier von der Rathausstraße aus gesehen. Links das Alte Rathaus, vom
Neubau durch eine Platzfläche getrennt.

Das geplante City-Center Völklingen in einer Computer-Skizze, hier von der Rathausstraße aus gesehen. Links das Alte Rathaus, vom Neubau durch eine Platzfläche getrennt.

Völklingen. Still ist es in der 6. Etage des Neuen Rathauses, wo der Fachdienst Stadtplanung und –entwicklung der Völklinger Stadtverwaltung residiert. Etliche Bürotüren stehen offen, aber kein Stadtentwickler ist zu sehen. Macht nichts. Denn der Bebauungsplanentwurf für das City Center, Ende August einstimmig vom Stadtrat verabschiedet, hängt auf dem Flur. Nur noch einen Stuhl heranrücken ans Tischchen davor, und das Plan-Studium kann losgehen.

Überplant wurde nicht nur das Areal, auf dem das City- Center entstehen soll, sondern auch dessen Umgebung. Das Plangebiet beginnt im Norden an der – aufgeständerten – Bundesstraße 51, reicht westlich ein gutes Stück in die Rathausstraße hinein, südlich bis zur Bismarckstraße. Die östliche Begrenzung macht Sprünge, Teile der Moltke-, Karl- Janssen- und Kirchstraße sind mit „drin“. Der Center-Grundriss legt sich halbkreisförmig ums Alte Rathaus, jedoch mit respektvollem Abstand: Eine Platzfläche soll Neubau und historisches Denkmal trennen. Kreuzchen quer durch die Grundrisse bestehender Häuser markieren, wo der Abrissbagger anrücken soll.

Welche Gebäude – außer Ex- Kaufhof und zugehöriges Parkhaus – das genau trifft, ist freilich schwer auszumachen: Die Planer haben, wie üblich, Flurstück- Nummern eingetragen, aber keine Hausnummern. Unklar auch, wie hoch die Neubauten aufragen dürfen. Vier Geschosse sind in zweien der

drei Planungsgebiete erlaubt. Im dritten ist die Höhe auf 224 Meter über dem Meeresspiegel begrenzt – aber wieviel Bauhöhe bedeutet das? Vergleichsangaben lassen sich trotz intensiver Suche nicht finden.

Die Angaben zum Thema Umwelt fallen knapp aus, nirgends schützenswerte Natur – kein Wunder, das Areal ist komplett überbaut. Umso ausführlicher die städtebauliche Begründung: „Positive Auswirkungen auf Orts- und Landschaftsbild“ werde das Projekt mit sich bringen und öffentliche Flächen aufwerten.

Dem Lärmschutz zuliebe reglementieren die Planer Gestaltung und Öffnungszeiten des neuen Parkhauses. Dem Straßenbild zuliebe verbannen sie grelle Fassadenfarben, Antennen, Satellitenschüsseln und Reklame mit Laser-Projektionen; auch offene Containerstellplätze und sichtbare Lift- Konstruktionen sind streng untersagt – Belange der Anwohner sind also schon mitbedacht. Ob das genügt, muss sich weisen: Bis zum 21. Oktober liegen die Pläne im Rathaus aus; bis dahin können Bürger Einwendungen erheben.

HINTERGRUND

Bebauungspläne müssen, ehe sie in Kraft treten, öffentlich ausgelegt werden – das schreibt das Baugesetzbuch vor. Die „Offenlage“ soll Bürgern zeigen, ob die Pläne ihre eigenen Interessen berühren; falls ja, sind Einwendungen gegen das Geplante möglich. Die müssen die Kommunalverwaltung und das Entscheidungsgremium – im Völklinger Fall ist es der Stadtrat – prüfen und abwägen.

Erst danach kann der Plan dann beschlossen und verwirklicht werden. dd

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