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Sind Stadtbauernhof und Tierasyl auf dem Weirichshof nicht finanzierbar?

Der Weirichshof liegt abgeschieden zwischen Tabaksweiher und ZF.

Der Weirichshof liegt abgeschieden zwischen Tabaksweiher und ZF.

An gutem Willen fehle es nicht, sagt Patricia Jaeger. Es gebe viele Menschen, weiß die Vorsitzende des Saarbrücker Vereins „Ein Zuhause für verlassene Tiere“, die „darauf warten, endlich anzupacken, ehrenamtlich“. Das Problem: Der Ort, an dem all diese Menschen ein Heim für gequälte Hunde schaffen wollen, gehört dem Verein nicht. Seit Monaten bemühen sich Jaeger und ihre Mitstreiterinnen darum, die Viertelmillion aufzubringen, die der kosten soll. Bisher ist es aber nicht gelungen.

Morgen zwischen 14 und 18 Uhr will der Verein auf dem Hof über seine Pläne informieren und um Sponsoren werben. Die Vereinsmitglieder wollen darüber sprechen, wie in „Tötungsstationen“ in einigen europäischen Ländern Hunde qualvoll sterben. Sie wollen aber auch für ihre Idee einer „Tiertafel“ werben. Diese Tafel soll sozial schwache Familien mit Futter für ihre Tiere versorgen.

Dass die Ideen heftiger sprudeln als das Geld, macht Jaeger Sorgen, es entmutigt sie allerdings nicht. Sie will mit den anderen Leuten aus dem Verein für ihr Projekt kämpfen. Ein Kampf, in dem die städtische Bauaufsicht keine Hilfe sei. Man warte schon seit Wochen auf eine Antwort auf die Frage, ob so ein Tierasyl an dieser Stelle überhaupt genehmigt werden kann.

Ein Problem, das offenbar nicht nur der erst vor wenigen Wochen gegründete Tierasyl-Verein hat. Auch andere Interessenten seien noch im Unklaren darüber, was sie mit den 16 000 Quadratmetern Land inklusive Wohnhaus, Stall und ehemaligem Gasthaus überhaupt anfangen dürfen, sagt Norbert Fleck, der Makler, der das Gelände verkaufen soll.

Etwa 30 Interessenten habe er das Areal bereits gezeigt. Einem Transportunternehmer zum Beispiel, der das Gelände als Parkplatz für Lkw nutzen wollte. Das sei natürlich mitten in der Natur nicht machbar, sagt Fleck. Zumal die Laster durchs Wohngebiet rollen würden. Aber auch mit vielversprechenden Interessenten wie der Saarbrücker Stadtbauernhof-Initiative sei bisher kein Vertragsabschluss möglich gewesen. „Ich gönne den Hof jedem“, sagt der Makler, aber wer ihn haben will, müsse erst das Geld aufbringen.

Der Hof, der einer Erbengemeinschaft gehöre, sei perfekt für die Ideen ihres Vereins, sagt Patricia Jaeger. Aber er sei eben auch „überteuert“. „Wir wollen das mit unserem Projekt auf jeden Fall machen“, versichert die Vorsitzende. Wenn man die knappe Viertelmillion nicht zusammenbekomme, müsse man sich notfalls nach einem anderen Hof umschauen.

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