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Sind die Saarländer Müll-Trenn-Muffel?

Das hat der Entsorgungsverband Saar (EVS) festgestellt und eine konsequentere Trennung der Reststoffe angemahnt. EVS-Geschäftsführer Heribert Gisch: „Rund die Hälfte der Abfallmengen, die in der Grauen Tonne zu finden sind, gehören eigentlich auf alternative Entsorgungswege.“

Dass im Saarland noch wesentlich mehr Restmüll produziert wird als in anderen Bundesländern, geht aus den Abfallbilanzen für das Jahr 2007 hervor: 
Danach wurden von jedem Saarländer rund 240 Kilogramm Haus- und Sperrmüll produziert. 
In Baden-Württemberg erreichen die Haushalte dagegen nur 143 Kilo Haus- und Sperrmüll.
Jeder Saarländer gab rund 170 Kilogramm Wertstoffe als Biomüll, Papier oder über die gelbe Tonne zurück.
In Baden-Württemberg betrug dieser Wert rund 200 Kilogramm pro Einwohner. Große Unterschiede gibt’s aber auch im Saarland. So steht Neunkirchen mit rund 300 Kilo Haus- und Sperrmüll pro Einwohner auf dem letzten Platz in der Statistik der Müllproduktion. Auf den Spitzenplätzen rangieren jene Gemeinden, die sich vom EVS gelöst haben, und den Müll wiegen.

Spitzenreiter ist Eppelborn mit nur 100 Kilo. Der EVS will die Saarländer nun zwingen, den Müll besser zu trennen. Bis 2011 werden die Gebühren auf die Berechnung nach der Menge umgestellt. Ecker: „Das soll dazu führen, dass vermehrt darüber nachgedacht wird, ob wirklich alles in die Graue Tonne gehört, was bislang dort hinein geworfen wird.“

Damit könnte man das Müllaufkommen auf längere Sicht im Saarland auf rund 250.000 Tonnen pro Jahr begrenzen, wodurch die Nutzung der Neunkircher Verbrennungsanlage entfallen würde. Dadurch könnte der EVS pro Jahr 25 bis 30 Millionen Euro einsparen. Das wiederum könnte die Müllgebühren sinken lassen. szn/aw
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