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"Sing City": 140 Chöre mit 4000 Sängern bei der zweiten Auflage des Festivals in Saarlouis

Nichts weniger als ein „saarländisches Woodstock“ erwarte Saarlouis und seine Gäste am Samstag, 31. August. Wer so etwas sagt, muss sich in der Branche auskennen: Professor Robert Leonardy, künstlerischer Leiter der Musikfestspiele Saar, spart nicht mit Superlativen, wenn es um die zweite Auflage des größten saarländischen Chorfestivals „Sing City“ geht. Nachdem der Saarländische Chorverband (SCV) mit der Aktion im vergangenen Jahr seinen 150. Geburtstag gefeiert hatte, integrierte es Leonardy nun als krönenden Abschluss der diesjährigen Musikfestspiele. „Die Atmosphäre in Saarbrücken war veredelt, der Gesang tat das Übrige. Das Flair hat mich nachhaltig berührt. Es musste eine Fortsetzung geben!“, schwärmte er gestern bei der Präsentation des Festivalprogramms.

Eine Neuauflage war trotz des großen Erfolgs 2012 mit rund 60 000 Besuchern in diesem Jahr zunächst nicht geplant, gestand die Präsidentin des SCV, Marianne Hurth. Hatte der Verband für die Erstauflage rund zweieinhalb Jahre Zeit zur Vorbereitung, blieben dieses Mal – unterstützt auch von der Stadt Saarlouis – gerade einmal zehn Monate. „Aber wir wussten ja nun, wie es funktioniert“, sagte Hurth. „Wir sind stolz, dass wir den Mut hatten, unsere Idee umzusetzen.“

Drum kann „Sing City 2“ auch einen Zuwachs von 40 Prozent verzeichnen. „Waren es im vergangenen Jahr 100 Chöre, sind es dieses Mal 140“, zeigt sich Hurth erfreut.

Neu im Programm sind in diesem Jahr zahlreiche Kirchenchöre sowie Chöre aus Lothringen und Rheinland-Pfalz – etwa „Deutschlands bester Beatles-Chor“ aus Kaiserslautern. Auf 17 Spielstätten in der Innenstadt verteilt präsentieren 4000 Sänger 160 Konzerte. Bühnen gibt es auch in Kirchen, Kaufhäusern und im Rathaus (siehe Infografik). Offizielle Eröffnung ist um elf Uhr auf dem Kleinen Markt mit dem Gunni-Mahling-Showensemble.

Die Konzerte dauern bis 20 Uhr, auf allen Bühnen wechseln sich die Chöre aller Gattungen fortlaufend ab, sodass ständig Programm geboten wird.

Am Vorabend stimmt der LandesJugendChor Saar um 20 Uhr in der Evangelischen Kirche (Kaiser-Friedrich-Ring) auf das Großereignis ein. Er wurde beim Deutschen Chorfest 2012 als „bester Chor aller Kategorien“ ausgezeichnet. Besinnlich geht es am Samstag in den Kirchen St. Ludwig und Canisianum zu, wo ein Musical mit 100 Kindern und die Konzerte des Saarknappenchors und des Männerchors von Hombourg-Haut einladen. Wieder dabei sind viele Kinder- und Schulchöre.

Bei „Sing City“ geht es aber nicht nur ums Zuhören: Um 14.30 Uhr will die Dirigenten-Legende Martin Folz beim „Offenen Singen“, zu dem jeder eingeladen ist, Passanten zum Singen bringen. Um 12, 14 und 16 Uhr startet am Kleinen Markt ein Doppeldeckerbus zur musikalischen Stadtrundfahrt. König Ludwig XIV., die Barocco Royal Company und ein Chor unterhalten die Gäste bei einer Reise durch die Geschichte der Stadt. Mit einem Konzert des saarländischen Showensembles „Chorwurm“ auf dem Kleinen Markt klingt „Sing City“ um 18.30 Uhr aus.

Etwa 13 000 Sänger sind in den 400 Chören des Saarländischen Chorverbands organisiert. Noch sei es zu früh zu sagen, ob sich der Erfolg des ersten „Sing City“ in steigenden Mitgliederzahlen niederschlägt, meint Präsidentin Hurth: „Aber unsere Zahlen sind stabil.“ Auch wenn es 2014 wohl keine Fortsetzung geben wird, ein Ende von „Sing City“ ist mitnichten in Sicht: „Es gibt noch ein paar Ecken im Saarland, die sich für ein solches Festival eignen würden.“
 
Das Programm gibt es online unter www.saarlouis.de
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